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| Ort: |
Walldorf bei Meiningen.
A4 Ausfahrt Eisenach-Ost, B19 49km Richtung Meiningen. A71 Ausfahrt Meiningen Nord, auf die B19 in Richtung Eisenach. In Walldorf, am Ortseingang rechts über den Bahnübergang, Parkplatz beim Sportplatz, 1,5km Fußweg. 5km N Meiningen. (50°36'43.90"N, 10°23'5.32"E) |
| Öffnungszeiten: |
März bis Mai täglich 9-17, letzte Führung 16:30. Juni bis August täglich 9-18, letzte Führung 17:30. September bis November täglich 9-17, letzte Führung 16:30. [2007] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 4, Kinder (3-14) EUR 2, Schwerbeschädigte EUR 3, Schwerbeschädigte Kinder (3-14) EUR 1,50. Gruppen (20+): Erwachsene EUR 3, Kinder (3-14) EUR 1.50. [2007] |
| Typ: | künstlich, Oberer Buntsandstein |
| Licht: | elektrisch |
| Dimension: | FL=65.000m², 2.500 Säulen, 300m N.N. |
| Führungen: | L=800m, D=30min., St=0, Bes=100.000 |
| Literatur: | Sandstein- und Märchenhöhle Walldorf, Hrsg: Rat des Kreises Meiningen, Abteilung Kultur, Rat der Gemeinde Walldorf |
| Adresse: |
Sandstein- und Märchenhöhle, Bernd Hartung, Marienstraße 6, 98639 Walldorf, Tel: +37-3693-890126, Fax: +37-3693-890163.
E-mail: |
| Stand: | $Date: 2008/07/01 20:34:28 $ |
| 10. Jh | Beginn des Sandsteinabbaus | |
| 1800 | erste schriftliche Quellen | |
| 1828 | Angaben über 12 Sandpächter. | |
| 1902 | Einrichtung einer Champignon Zucht. | |
| 1912 | Champignonzucht durch Schimmelpilz zerstört, Schließung. | |
| ~1919 | Sandgewinnung eingestellt. | |
| 1932 | durch einen Verein geöffnet. | |
| ~1940 | Zuschauerzahlen gehen zurück, geschlossen. | |
| 09-JUN-1957 | Eröffnung als Märchenhöhle |
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| Bild: der Höhleneingang. |
Die Sandstein- und Märchenhöhle Walldorf ist gar keine Höhle, sondern ein unterirdischer Steinbruch, man könnte sie vielleicht auch als Bergwerk bezeichnen. Viele Bewohner des Dorfes Walldorf verdienten sich seit dem Mittelalter ihren Lebensunterhalt durch den Abbau einer bestimmten Schicht des Oberen Buntsandsteins. Dieser weiße, feinkörnige Sandstein wurde vor 200 Mio Jahren in einem Wüstenklima abgelagert. Oberhalb des Ortes war dieses Gestein anfangs frei zugänglich. Beim Abbau wurde die Schicht dann einfach immer weiter in den Berg hinein verfolgt. Dabei mußten ausreichend Stützen stehengelassen werden, um einen Einsturz der Höhle zu vermeiden.
Der Sandstein wurde in handlichen Stücken gebrochen. Diese wurden dann zu Hause von der Familie (Frau und Kinder) zerkleinert. Der entstehende Sand wurde gesiebt und in verschiedenen Feinheitsgraden verkauft. Der feinste Sand wurde als Vorläufer des Löschpapiers verwendet. Der gröbere Sand diente als Scheuersand.
Die Sandgräber mußten ein Pachtgeld an den meiningischen Staat bezahlen, doch außerdem war der Sandpreis recht niedrig. Wegen des niedrigen Erlößes und den großen Anstrengungen zählte die Sandgewinnung zu den Notgewerben. Um den Sand zu verkaufen mußten die Sandmacher oft weit übers Land. Um ihre Ware unterwegs anzupreisen sangen sie das Lied:
Der Führungsweg ist häufig sehr niedrig. Manchmal beträgt seine Höhe nur 1.50m. Der Weg ist nur aus Lehm und deshalb an vielen Stellen wie Wellblech. Die Besucher sollten deshalb gutes Schuhwerk anziehen. Im ersten Teil der Führung sieht man Tafeln über den Geologischen Aufbau des Gebiets, historische Werkzeuge der Sandmacher und nachgestellte Szenen des Sandabbaus.
Es wurde versucht, die Höhle durch den Ausbau als Märchenhöhle attraktiver zu gestalten. Das heißt, dass in den Nischen zwischen den unzähligen Säulen Szenen aus bekannten Märchen aufgebaut sind. Aber auch Motive aus Sagen, das Sandmännchen aus dem DDR-Fernsehen und Max und Moritz fehlen nicht. Mit dem kleinen Zoo und den Restaurationen um den Höhleneingang bietet sich ein Besuch vor allem mit kleinen Kindern (bis 14 Jahre) an.
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