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Sandstein- und Märchenhöhle Walldorf


Touristische Informationen:

Ort: Walldorf bei Meiningen.
A4 Ausfahrt Eisenach-Ost, B19 49km Richtung Meiningen. A71 Ausfahrt Meiningen Nord, auf die B19 in Richtung Eisenach. In Walldorf, am Ortseingang rechts über den Bahnübergang, Parkplatz beim Sportplatz, 1,5km Fußweg. 5km N Meiningen.
(50°36'43.90"N, 10°23'5.32"E)
Öffnungszeiten: März bis Mai täglich 10-17, letzte Führung 16:30.
Juni bis August täglich 10-18, letzte Führung 17:30.
September bis November täglich 10-17, letzte Führung 16:30.
[2010]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 5, Kinder (3-14) EUR 2,50, Schwerbeschädigte EUR 4, Schwerbeschädigte Kinder (3-14) EUR 2.
Gruppen (20+): Erwachsene EUR 4, Kinder (3-14) EUR 2.
[2010]
Typ:  Steinbruch  Sand künstlich, Oberer Buntsandstein
Licht: elektrisch
Dimension: FL=65.000m², 2.500 Säulen, 300m N.N.
Führungen: L=800m, D=30min., St=0, Bes=100.000
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur: Sandstein- und Märchenhöhle Walldorf, Hrsg: Rat des Kreises Meiningen, Abteilung Kultur, Rat der Gemeinde Walldorf
Adresse: Sandstein- und Märchenhöhle, Marienstraße 6, 98639 Walldorf, Tel: +37-3693-881277, Fax: +37-3693-890163. E-mail: contact
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.
Stand:$Date: 2015/08/30 22:00:07 $

Geschichte

 
10. JhBeginn des Sandsteinabbaus
1800erste schriftliche Quellen
1828Angaben über 12 Sandpächter.
1902Einrichtung einer Champignon Zucht.
1912Champignonzucht durch Schimmelpilz zerstört, Schließung.
~1919Sandgewinnung eingestellt.
1932durch einen Verein geöffnet.
~1940Zuschauerzahlen gehen zurück, geschlossen.
09-JUN-1957Eröffnung als Märchenhöhle

Bemerkungen

Bild: der Höhleneingang.

Die Sandstein- und Märchenhöhle Walldorf ist gar keine Höhle, sondern ein unterirdischer Steinbruch, man könnte sie vielleicht auch als Bergwerk bezeichnen. Viele Bewohner des Dorfes Walldorf verdienten sich seit dem Mittelalter ihren Lebensunterhalt durch den Abbau einer bestimmten Schicht des Oberen Buntsandsteins. Dieser weiße, feinkörnige Sandstein wurde vor 200 Mio Jahren in einem Wüstenklima abgelagert. Oberhalb des Ortes war dieses Gestein anfangs frei zugänglich. Beim Abbau wurde die Schicht dann einfach immer weiter in den Berg hinein verfolgt. Dabei mußten ausreichend Stützen stehengelassen werden, um einen Einsturz der Höhle zu vermeiden.

Der Sandstein wurde in handlichen Stücken gebrochen. Diese wurden dann zu Hause von der Familie (Frau und Kinder) zerkleinert. Der entstehende Sand wurde gesiebt und in verschiedenen Feinheitsgraden verkauft. Der feinste Sand wurde als Vorläufer des Löschpapiers verwendet. Der gröbere Sand diente als Scheuersand.

Die Sandgräber mußten ein Pachtgeld an den meiningischen Staat bezahlen, doch außerdem war der Sandpreis recht niedrig. Wegen des niedrigen Erlößes und den großen Anstrengungen zählte die Sandgewinnung zu den Notgewerben. Um den Sand zu verkaufen mußten die Sandmacher oft weit übers Land. Um ihre Ware unterwegs anzupreisen sangen sie das Lied:

Der Sandmann ist da,
er hat so schönen weißen Sand,
ist allen Leuten wohlbekannt...

Der Führungsweg ist häufig sehr niedrig. Manchmal beträgt seine Höhe nur 1.50m. Der Weg ist nur aus Lehm und deshalb an vielen Stellen wie Wellblech. Die Besucher sollten deshalb gutes Schuhwerk anziehen. Im ersten Teil der Führung sieht man Tafeln über den Geologischen Aufbau des Gebiets, historische Werkzeuge der Sandmacher und nachgestellte Szenen des Sandabbaus.

Es wurde versucht, die Höhle durch den Ausbau als Märchenhöhle attraktiver zu gestalten. Das heißt, dass in den Nischen zwischen den unzähligen Säulen Szenen aus bekannten Märchen aufgebaut sind. Aber auch Motive aus Sagen, das Sandmännchen aus dem DDR-Fernsehen und Max und Moritz fehlen nicht. Mit dem kleinen Zoo und den Restaurationen um den Höhleneingang bietet sich ein Besuch vor allem mit kleinen Kindern (bis 14 Jahre) an.


Siehe auch


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