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Höhlenwohnungen in Langenstein
Touristische Informationen:
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| Bild: eine alte Postkarte der Höhlenwohnung Nr. 11. |
Geschichte
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| 1151 | Burg Langenstein erstmals erwähnt. |
| 1916 | letzter Bewohner, Gottlieb Zander, zieht aus. |
Bemerkungen
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| Bild: der Lange Stein mit der Altenburg und seinen Höhlenwohnungen. Handskizze des Amtsrats Dr. W. Rimpau. |
Die Höhlenwohnungen in Langenstein gibt es bereits seit vielen
Jahrhunderten.
Sie wurden bis weit ins zwanzigste Jahhundert benutzt.
Zu DDR-Zeiten verschlossen, wurde eine Wohnung nach der Wiedervereinigung von
der Gemeinde restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Nachdem bereits seit den 90er Jahren die Höhle an der Altenburg renoviert
worden waren, wurde 2008 auch mit der Renovierung von drei Wohnungen am
Schäferberg begonnen.
Inzischen sind Wohnungen an beiden Stellen öffentlich zugänglich.
Wann die ersten Höhlenwohnungen erbaut wurden ist nicht bekannt.
Manche meinen, daß bereits in Germanischer Zeit erste Höhlen gegraben
wurden.
Andere vermuten daß die ersten Höhlen zeitgleich mit dem Bau der
Altenburg, im 12. Jahrhundert, entstanden sind.
Bischof Ulrich, Vice-Dominus und Probst des
Liebfrauenstiftes zu Halberstadt, hatte den Auftrag zum Bau einer Burg auf dem
Langen Stein erteilt.
Die Burg wurde 1151 fertiggestellt und diente dann als Zufluchtsort und
Sommerresidenz der Halberstädter Bischöfe.
Der eindrucksvolle Hohlweg auf den Langenstein ist ein Überrest der Burg,
von der sonst nur noch einige Fundamente erhalten geblieben sind.
Die Räder der Wagen, die die Burg versorgten, haben tiefe Fahrrillen
eingeschnitten.
Einige der Höhlen die an den Seiten des Fahrweges in die Sandsteinfelsen
geschlagen wurden dienten wohl als Unterstände für Wachpersonal und
Pferde.
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| Bild: das renovierte Haus Nr 11. |
Welche Höhlen ursprünglich wofür erbaut wurden, lässt sich
heute kaum noch ermitteln.
Die ursprünglichen Grundrisse wurden im 18. und 19. Jahrhundert massiv
verändert, als die Höhlen zu Wohnzwecken ausgebaut wurden.
Die Wohnungen hatten Küche, Wohnraum und Schlafzimmer.
Oft waren die Schlafzimmer niedrig, nur die Wohnräume waren hoch genug um
aufrecht gehen zu können.
Die Wohnräume waren auch mit einem Ofen ausgestattet, der im Winter das
Heizen erlaubte.
Bei unserem Klima hat der Berg eine Temperatur von etwa 8°C, was für
Wohnzwecke viel zu niedrig ist.
Hinzu kommt die Feuchtigkeit aus dem porösen Sandstein.
So muß eigentlich eine Höhlenwohnung bei uns ganzjährig beheizt
werden, sowohl zur Erhöhung der Temperatur als auch zur Austrocknung.
Leider waren die Bewohner meist aus der untersten Gesellschaftsschicht und konnen sich das nicht leisten.
Die Höhlenwohnungen besaßen nur ein kleines Fenster, im Sommer wurde
meist die Tür den ganzen Tag offen gehalten.
Dadurch konnte warme trockene Luft und Licht eindringen.
Auf der anderen Seite des Ortes, am Schäferberg, befinden sich weitere
Höhlenwohnungen.
Diese sind jüngeren Datums und wurden wohl in der Mitte des 19ten
Jahhunderts erbaut und genutzt.
Bereits zu Beginn des 20ten Jahrhunderts wurden sie jedoch wieder aufgegeben.
Über Jahrzehnte waren die Höhlen entweder nicht in Gebrauch oder
wurden lediglich als Lagerkeller genutzt.
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| Höhlenwohnungen in Langenstein Gallerie |
Siehe auch