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Höhlenwohnungen in Langenstein


Touristische Informationen:

Bild: eine alte Postkarte der Höhlenwohnung Nr. 11.
Ort: Langenstein, am nördlichen Harzrand.
Öffnungszeiten: frei zugänglich.
[2008]
Eintrittspreise: frei.
[2008]
Typ:  Cave House,
Licht: nicht notwendig/Taschenlampe mitbringen
Dimension:  
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse:
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.
Stand:$Date: 2015/08/30 22:00:05 $

Geschichte

 
1151Burg Langenstein erstmals erwähnt.
1916letzter Bewohner, Gottlieb Zander, zieht aus.

Bemerkungen

Bild: der Lange Stein mit der Altenburg und seinen Höhlenwohnungen. Handskizze des Amtsrats Dr. W. Rimpau.

Die Höhlenwohnungen in Langenstein gibt es bereits seit vielen Jahrhunderten. Sie wurden bis weit ins zwanzigste Jahhundert benutzt. Zu DDR-Zeiten verschlossen, wurde eine Wohnung nach der Wiedervereinigung von der Gemeinde restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nachdem bereits seit den 90er Jahren die Höhle an der Altenburg renoviert worden waren, wurde 2008 auch mit der Renovierung von drei Wohnungen am Schäferberg begonnen. Inzischen sind Wohnungen an beiden Stellen öffentlich zugänglich.

Wann die ersten Höhlenwohnungen erbaut wurden ist nicht bekannt. Manche meinen, daß bereits in Germanischer Zeit erste Höhlen gegraben wurden. Andere vermuten daß die ersten Höhlen zeitgleich mit dem Bau der Altenburg, im 12. Jahrhundert, entstanden sind. Bischof Ulrich, Vice-Dominus und Probst des Liebfrauenstiftes zu Halberstadt, hatte den Auftrag zum Bau einer Burg auf dem Langen Stein erteilt. Die Burg wurde 1151 fertiggestellt und diente dann als Zufluchtsort und Sommerresidenz der Halberstädter Bischöfe. Der eindrucksvolle Hohlweg auf den Langenstein ist ein Überrest der Burg, von der sonst nur noch einige Fundamente erhalten geblieben sind. Die Räder der Wagen, die die Burg versorgten, haben tiefe Fahrrillen eingeschnitten. Einige der Höhlen die an den Seiten des Fahrweges in die Sandsteinfelsen geschlagen wurden dienten wohl als Unterstände für Wachpersonal und Pferde.

Bild: das renovierte Haus Nr 11.

Welche Höhlen ursprünglich wofür erbaut wurden, lässt sich heute kaum noch ermitteln. Die ursprünglichen Grundrisse wurden im 18. und 19. Jahrhundert massiv verändert, als die Höhlen zu Wohnzwecken ausgebaut wurden. Die Wohnungen hatten Küche, Wohnraum und Schlafzimmer. Oft waren die Schlafzimmer niedrig, nur die Wohnräume waren hoch genug um aufrecht gehen zu können. Die Wohnräume waren auch mit einem Ofen ausgestattet, der im Winter das Heizen erlaubte.

Bei unserem Klima hat der Berg eine Temperatur von etwa 8°C, was für Wohnzwecke viel zu niedrig ist. Hinzu kommt die Feuchtigkeit aus dem porösen Sandstein. So muß eigentlich eine Höhlenwohnung bei uns ganzjährig beheizt werden, sowohl zur Erhöhung der Temperatur als auch zur Austrocknung. Leider waren die Bewohner meist aus der untersten Gesellschaftsschicht und konnen sich das nicht leisten. Die Höhlenwohnungen besaßen nur ein kleines Fenster, im Sommer wurde meist die Tür den ganzen Tag offen gehalten. Dadurch konnte warme trockene Luft und Licht eindringen.

Auf der anderen Seite des Ortes, am Schäferberg, befinden sich weitere Höhlenwohnungen. Diese sind jüngeren Datums und wurden wohl in der Mitte des 19ten Jahhunderts erbaut und genutzt. Bereits zu Beginn des 20ten Jahrhunderts wurden sie jedoch wieder aufgegeben. Über Jahrzehnte waren die Höhlen entweder nicht in Gebrauch oder wurden lediglich als Lagerkeller genutzt.


Höhlenwohnungen in Langenstein Gallerie

Siehe auch


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