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Kristallgänge

Felsenkeller Weißenstadt


Touristische Informationen:

Ort: Weißenstadt.
Öffnungszeiten: Nach Vereinbarung. Fremdenverkehrsamt Weißenstadt und bei Herrn Sack. [2006]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 2, Kinder (0-18) EUR frei. [2006]
Typ: Edelsteinminen
Licht: elektrisch
Dimension:  
Führungen: D=2h.
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse: Willi Sack, Kirchenlamitzer Str. 12, 95163 Weißenstadt, Tel: 09253-254.
Fremdenverkehrsamt Weißenstadt, Kirchplatz 5, 95163 Weißenstadt, Tel: +49-9253-950-0, Fax: +49-9253-950-39. E-mail: contact
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Stand:$Date: 2015/08/30 22:00:05 $

Geschichte


Bemerkungen

In Weißenstadt am Rande des Fichtelgebirges befinden sich die sogenannten Kristallgänge. Dabei handelt es sich um ehemalige Edelsteinminen (oder besser Halbedelsteinminen) in denen Bergkristalle abgebaut wurden. Bereits die Markgrafen von Bayreuth kannten die Kristalle, die im Untergrund der Stadt verborgen waren. Die besten Stücke fanden Verwendung im Lustschloss Eremitage im Bayreuther Vorort St. Johannis. Sie wurden an den Säulen des Sonnentempels und in der Grotte verwendet. Auch für König Ludwig II. wurden Edelsteine abgebaut. Später wurden sie dann hauptsächlich als Keller genutzt.

Weißenstadt war im Mittelalter das Zentrum eines an Bodenschätzen reichen Gebiets. So gab es in Weißenstadt selbst erhebliche Zinnvorkommen und entsprechende Bergwerke. Später waren die Kristalle wichtiger Bodenschatz, und im 20. Jahrundert bekamm der Granit selbst als Baustein erhebliche Bedeutung. Der neue Kurpark wurde in den Ruinen der ersten deutschen Fabrik angelegt, in der Granit geschliffen wurde. Erhardt Ackermann hatte Mitte des 19. Jahrhunderts die maschinelle Oberflächenveredelung erfunden. Die Nachfolgefirma Grasyma bearbeitete und lieferte den Granit vom nahen Waldstein, dem Hausberg von Weißenstadt. Albert Speer, der Architekt der Nationalsozialisten verwendete den Granit gern und hatte Grasyma als Hauptlieferanten für die neue Hauptstadt Germania auserkoren. Diese wurde nie gebaut, dennoch findet sich der Granit in vielen Nazi-Gebäuden: das Nürnberger Reichsparteitagsgelände, das Tannenbergdenkmal in Ostpreußen und natürlich die Große Straße in Nürnberg.

Weißenstadt liegt auf einer Hochebene, die auf drei Seiten von dunklen Bergzügen aus Granit umgeben ist. Das nach Osten offene Hufeisen des Fichtelgebirges schützt die Stadt vor Regenwetter aus dem Westen. Es macht den Charakter der Stadt aus, und bietet vielfältige Wandermöglichkeiten. Die Gipfel sind fast tausend Meter hoch und zeigen häufig die typische Wollsackverwitterung des Granits. Besonders beliebt ist die Wanderung zum Rudolfstein mit seine Burgruine aus dem 15. Jahrhundert.

Auf Anfrage führt Willi Sack Besucher durch die Kristallgänge unter der Stadt. Er ist sehr vielseitig und aktiv, so betreibt er auch eine altertümliche Destille, in der er Schnäpse und Liköre herstellt. Sie soll die kleinste Distille Bayerns sein. Aus der seit einigen Jahren aufgegebenen Drogerie hat er ein Drogerie-Museum gemacht.


Siehe auch


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