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Bunker am Kap Arkona


Touristische Informationen:

Ort: Kap Arkona, Rügen
Öffnungszeiten: Arkona Bunker: DEZ bis OKT täglich 11-17.
NVA-Bunker: ganzjährig täglich 12-16, letzte Führungr 15, Führungen stündlich zur ganzen Stunde.
[2010]
Eintrittspreise: Arkona-Bunker: frei.
NVA-Bunker: Erwachsene EUR 5.
Kap Arkona Karte: Erwachsene EUR 10.
[2010]
Typ:  Zweiter Weltkrieg Bunker  Atombunker
Licht: elektrisch
Dimension: NVA Bunker: AR=2.000m².
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse:
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Stand:$Date: 2015/08/30 22:00:05 $

Geschichte

 
1979Beginn des Baus des NVA-Bunkers.
1985NVA Bunker enttarnt.
1986NVA Bunker fertiggestellt.
03-OCT-1990NVA Bunker stillgelegt.

Bemerkungen

Das Kap Arkona wird allgemein als nördlichster Punkt Rügens bezeichnet, was allerdings nicht ganz richtig ist. Tatsächlich ist das der Gellort, etwa ein Kilometer nordwestlich. Die Insel Rügen besteht aus weichem, weißem Kalkstein aus der Kreidezeit, der früher als Schulkreide verwendet wurde. Dieser wird vom Meer leicht abgetragen und bildet so eine weiße Steilküste, durchaus vergleichbar mit den bekannten Kreidefelsen von Dover. Kap Arkona ist eines der beliebtesten Ausflugsziele auf Rügen mit jährlich circa 800.000 Besuchern. Am Kap befinden sich zwei Leuchttürme, ein Peilturm, zwei Militärbunker, und die slawische Jaromarsburg.

Diese Seite ist den beiden Bunkern auf dem Kap Arkona gewidmet. Der kleinere Bunker ist gleichzeitig auch der ältere und stammt noch aus Zeiten der Wehrmacht. Er wird allgemein als Arkona-Bunker bezeichnet. Der größere Bunker wurde von 1979 bis 1986 errichtet, ist also in der DDR entstanden und wird auch NVA-Bunker genannt. Er war Gefechtsstand der 6. Flottille der Volksmarine und der Vereinigten Ostseeflotte (VOF). Beide Bunker wurden nach der Wiedervereinigung von der Gemeinde Putgarten erworben. Nach der Renovierung wurden die Bunker für die Öffentlichkeit geöffnet, der Arkona-Bunker beherbergt heute eine Kunstgalerie und der NVA-Bunker eine Ausstellung über die Volksmarine.

Der NVA-Bunker wurde 1979 begonnen. Doch bereits vor seiner Fertigstellung im Jahr 1986 wurde er durch eine Veröffentlichung im Jahr 1985 enttarnt. Zum 30. Jahrestag der Nationalen Volksarmee wurde der Bildband Soldaten des Volkes herausgebracht. Eine Luftaufnahme vom Kap Arkona zeigte die Bunkerbaustelle im Hintergrund. Bereits drei Tage nach Erscheinen wurde das Buch wieder aus dem Verkehr gezogen, eine spätere Neuauflage des Bildbandes enthielt das Luftbild nicht mehr.

Der Bunker wurde dennoch von der NVA in Betrieb genommen. Er diente der 6. Flottille der Volksmarine und der Vereinigten Ostseeflotte (VOF) als Gefechtsstand, wurde jedoch nur drei- bis viermal im Jahr im Rahmen von Flottenmanövern für zwei bis drei Tage genutzt. In der restlichen Zeit war der Bunker mit vier Mann belegt.

Der Bunker besteht aus einem Haupgang mit zwei Eingängen, von dem mehrere autarke Einzelbunker erreicht werden können. Dabei handelt es sich um sogenannte Fertigteil-Bunker (FB) die aus Fertigbetonteilen erstellt wurden. Es handelt sich um drei große Bunker vom Typ FB-75 und neun kleine Bunker vom Typ FB-3. Der größere Typ hatte eine Zwischenetage mit den Schlafstätten und einen Notausgang. Die Bunker befinden sich unter drei bis fünf Meter Erdaufschüttung.


Siehe auch


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