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Hausertorstollen


Touristische Informationen:

Ort: Wetzlar, Hausertorstraße, am Hirsch Denkmal für des Rheinische Jägerbataillon.
Öffnungszeiten: Nach Vereinbarung bei der Tourist-Info Wetzlar.
[2009]
Eintrittspreise:  
Typ:  Eisen  Zweiter Weltkrieg Bunker  Unterirdische Fabriken
Licht: elektrisch
Dimension:  
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse: Tourist-Info Wetzlar, Domplatz 8, 35578 Wetzlar, Tel: +49-6441-997750.
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Stand:$Date: 2015/08/30 22:00:05 $

Geschichte

 
1842Eisenerzbergwerk eröffnet.
1928Bergwerk geschlossen.
1944Fabriken verlagert.

Bemerkungen

Der Hausertorstollen ist ein ehemaliges Eisenerz Bergwerk, das später während des zweiten Weltkriegs als unterirdische Fabrikationsstätte benutzt wurde. Es befindet sich am Hausertor, einem der mittelalterlichen Stadttore am Nordrand der Stadt. am Ufer der Lahn. Der Eingang befindet sich in einem kleinen Park mit einem Denkamal mit bronzenem Hirsch, zu ehren des Rheinischen Jägerbataillons, das bis 1877 in Wetzlar stationiert war. Der Stollen wurde hier in drei verschiedenen Kategorien eingeteilt.

Der Stollen, oder genauer das Stollensystem, entstand als Eisenerz Bergwerk. In diesem Gebiet gibt es eine Vielzahl von Eisenbergwerken, einige davon waren bis in die jüngste Vergangenheit von großer Bedeutung. Die letzte Grube die hier geschlossen wurde war die Grube Fortuna, die erst 1983 geschlossen wurde und jetzt ein Schaubergwerk ist. Der Hausertorstollen wurde 1842 aufgefahren und war bis 1928 in Betrieb. Die Nähe zu einer Stadt hätte den Vorteil verfügbarer Arbeitskräfte, die Nähe zum Fluß ermöglichte den effizienten Abtransport des Erzes. Offensichtlich hatte dieses Bergwerk erhebliche Standortvorteile.

Wetzlar hatte schon seit langer Zeit eine vielfältige und fortschrittliche Industriekultur. Unter den high tech produkten waren optischen und feinechanische Produkte. Natürlich waren dabei auch verschiedene kriegswichtige Rüstungsgüter, und gegen Ende des zweiten Weltkriegs wurden die dohenden Bombardierungen durch alliierte Flieger zu einer Bedrohung für die Produktion. Die Produktion wurde deshalb in die unterirdischen Stollen verlagert, die Stollen wurden durch italienische Krieggefangene als Produktionsstätten ausgebaut. Später fand hier in großem Stil die Produktions von Teilen für die V1, V2 und V3 statt. Die Arbeit führten vor allem Zwangsarbeiter unter elenden Arbeitsbedingungen aus.

Neben diesem recht unangenehmen Aspekt waren die Tunnel jedoch auch als Luftschutzbunker für die Wetzlarer Bevölkerung ausgebaut worden. Als solche retteten sie so manchem Bürger von Wetzlar das Leben.


Siehe auch


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