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Grüner Bräu Keller


Touristische Informationen:

Ort: Unter dem Fürther Klinikum. Robert-Koch-Straße, Hintereingang Klinikum Fürth, zwischen Anfahrt zur Notaufnahme und dem Dialysezentrum.
Öffnungszeiten: Kunstausstellung: täglich 11-18.
Führungen: mehrmals im Jahr.
[2006]
Eintrittspreise: Kunstausstellung: frei.
Führungen: Erwachsene EUR 4, Kinder (8-18) EUR 3, Kinder (0-7) frei.
[2006]
Typ: Bierkeller
Licht: elektrisch
Dimension: T=12°C, AR=1820m², VR=12m.
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse: Untergrund Fürth e.V., Richard Linz, Jakob-Henle-Straße 6, 90766 Fürth. E-mail: contact
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Stand:$Date: 2015/08/30 22:00:04 $

Geschichte

 
1870Keller gegraben.
~1900Bier einlagerung beendet.
1940an die Stadt Fürth verkauft.
1944Teile der Anlage zu Luftschutzräumen umgebaut.
1980Pläne zur Nutzbarmachung der Luftschutzkeller.
13-DEC-1988Decke über dem Eisabwurfschacht bricht unter einem 16 tonnen Bagger ein.

Bemerkungen

Der ehemalige Keller der Grüner Bräu wurde ursprünglich als Bierkeller gebaut und genutzt. Er wurde um 1870 in den Sandstein gegraben, während an der Erdoberfläche der Grüner Park angelegt wurde. Das Bier wurde am Hauptsitz der Brauerei in der Garten-/Wasserstrasse gebraut und dann hier gelagert. Doch schon nach wenigen Jahrzehnten, am Ende des 19ten Jahrhunderts, wurde die Nutzung als Bierkeller beendet.

Vor dem Einsatz von Kühlanlagen waren derartige Keller für die Lagerung des Bieres unverzichtbar. Sie wurden noch zusätzlich mit Eis gekühlt, das in den Wintermonaten auf den Weihern der Umgebung gebrochen wurde. Es wurde dann durch einen zehn Meter tiefen Eisabwurfschacht in die Keller gebracht. Dieser Schacht wurde später mit einer Decke verschlossen. Doch im Jahr 1988 fuhr ein 16-Tonnen Bagger, der von der Klinik mit Bauarbeiten beauftragt war, über diesen Deckel und brach ein.

Der Keller wurde nachdem er nicht mehr für die Lagerung von Bier benötigt wurde kaum noch genutzt. Die Efeutrennwände und Buchsbäume, die im Sommer in den Gartenwirtschaften der Grüner-Bräu standen, wurden im vorderen Teil des Kellers überwintert. Der Rest des Kellers wurde nicht genutzt.

Die Brauerei verkaufte die Keller schließlich während des Zweiten Weltkriegs. Im Jahr 1940 kaufte sie die Stadt Fürth und 1944 wurde ein Teil der Keller zu Luftschutzräumen umgebaut. Dabei wurden auch zwei neue Eingänge zur Robert-Koch-Straße gemacht, weil geplat war den Unterstand mit dem Hospital zu verbinden. Es gab Pläne, den Keller als Notkrankenhaus auszubauen, doch dies erfolgte nie.

Obwohl im Jahr 1980 Pläne gemacht wurden, die ehemaligen Luftschutzräume wieder zu nutzen, kam es nicht zur Durchführung. Schließlich wurden 1992 die Genehmigungen zurückgezogen und die dafür vorgesehenen Gelder gestrichen. Seit 2003 werden die Keller vom Verein Untergrund Fürth e.V. wieder geöffnet und stehen seither zur Besichtigung und für Kunstausstellungen zur Verfügung.


Siehe auch


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