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Höhlenburg Buchfart


Touristische Informationen:

Ort: Buchfart, südlich von Weimar.
A4 Ausfahrt 50 Apolda. Richtung Bad Berka über die B87 nach Buchfart. Vor der Brücke den kleinen Wanderweg folgen. Bei einer Gabelung in Dorfnähe den rechten Weg benutzen. Nach dem Feld die linke Gabelung folgen. 5min Fussweg.
(50°55'16" N, 11°19'57" E)
Öffnungszeiten: frei zugänglich [2006]
Eintrittspreise: frei [2006]
Typ: Höhlenburg
Licht: keines
Dimension:  
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur: Thomas Bienert (2000): Mittelalterliche Burgen in Thüringen, Gudensberg, 2000
Adresse:
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Stand:$Date: 2015/08/30 22:00:03 $

Geschichte

 
1348erstmals urkundlich erwähnt.
1398letztmals erwähnt.

Bemerkungen

Burg Buchfart ist die einzige Höhlenburg Thüringens. Sie befindet sich in einer Felswand, 40m oberhalb des Flusses Ilm, unweit von Buchfart. Man erreicht sie über einen fünf minütigen Fußmarsch. Die Burg ist frei zugänglich, durch das Fehlen einiger wesentlicher Bauteile ist das Betreten jedoch schwierig und teils sogar gefährlich. Wir empfehlen dringend eine Besichtigung auf das Betrachten von Außen zu beschränken.

Die Höhlenburg wurde in einen Überhang des Muschelkalks gebaut der zu diesem Zweck auch noch erweitert wurde. Von ursprünglich zwölf aus dem Fels gehauenen Kammern sind neun erhalten. Eine Verbindungsmauer aller Kammern wurde zerstört. Ein Bergfried, der vor der Burg gestanden haben soll wird dagegen als Legende betrachtet, da das Gelände nicht geeignet erscheint.

Die Burg war wohl nur eine sehr kurze Zeit in Benutzung. Sie wird nur im 14. Jahrhundert überhaupt urkundlich erwähnt. So wird "Lutolf von Heytingisburg, gesessen zu Buchfart" im Jahr 1348 als Dienstmann der Grafen von Orlamünde bezeichnet. Man vermutet, dass sie um 1440 aufgegeben wurde.

Ein junger Müller aus Hetschburg begegnete einem Geist. Dieser forderte ihn auf, am nächsten Abend zur Burg zu kommen, um einen Schatz zu heben. Er verbat ihm aber seinen Paten mitzubringen. Da dieser Pate ein Hexenmeister war, mißtraute der Bursche dem Verbot und brachte ihn dennoch mit. Als der Geist erschien und es bemerkte, gab er dem Müller statt des Goldschatzes ein paar kräftige Ohrfeigen und verschwand für immer.


Alte Sage

Eines Nachts ging ein Maurergeselle durch das Ilmtal in Richtung seines Heimatdorfs. Als der Glockenschlag zur Mitternacht von der Turmuhr von Buchfart erklang stand plötzlich ein kleines Männlein neben ihm. Es forderte ihn auf, mit zur Höhlenburg zu kommen und eine Vertiefung im Felsen zu erweitern, den Eingang zu einem unterirdischen Gang. Nach getaner Arbeit durfte er heimgehen, mußte aber versprechen, äußerste Verschwiegenheit zu bewahren und am nächsten Abend wiederzukommen.

Das Männlein gab ihm eine Handvoll gelber Blätter für seine Frau mit. Der Mann warf die scheinbar wertlosen Blätter auf dem Heimweg verdrossen weg. Ein Blatt blieb jedoch, ohne dass er es bemerkte, an seinem Rock hängen. Am anderen Morgen entdeckte seine Frau am Rock ihres Mannes eine glänzende Goldmünze, genau dort wo das Blatt gehangen hatte. Von ihr bedrängt erzählte er ihr von seinem nächtlichen Erlebnis.

Am Abend ging er wieder zur Felsenburg, aber er fand den Eingang zur Höhle nicht mehr. Auch das Männlein tauchte nicht wieder auf. Selbst die weggeworfenen Blätter, nach denen er eifrig suchte, waren nicht mehr zu finden.


Alte Sage

Trutina heißt das Wunderfräulein des Berges, sie soll wunderschön sein. Wenn der Frühling kommt, reitet sie auf einem weißen Hirsch mit goldenem Geweih zu Tal umringt und gefolgt von zarten Luftgestalten. Im Herbst, wenn die Blätter fallen, kehrt sie zur Burg zurück. Wer sie sieht wird von ihr angezogen, hinauf zur Burg und hinein in die Felsen gezogen. Am Eingang der Burg warnt ein getreuer Eckard jeden, der ihr folgt, doch ihr Zauber ist zu groß. Keiner ist jemals wiedergekommen, hinter dem sich die Pforten der Burg geschlossen haben.


Alte Sage


Siehe auch


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