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Grube Segen-Gottes


Touristische Informationen:

Ort: Haslach-Schnellingen im Kinzigtal
Öffnungszeiten: APR bis OKT Di-Son 11, 13:30, 15:30.
NOV bis MAR nach Vereinbarung.
[2006]
Eintrittspreise: Erwachsene 4,50, Kinder (5-14) EUR 2.50, Kinder (0-4) kein Zutritt.
Mit Gästekarte: Erwachsene 4, Kinder (5-14) EUR 2.
[2012]
Typ:  Silber Fahlerz
Licht: elektrisch
Dimension:  
Führungen: D=90min.
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse: Familie Moser, Gasthaus Blume, Tel: 07832-91250.
Tourist-Information, Im Alten Kapuzinerkloster, 77716 Haslach, Tel: 07832-706-172, Tel: 07832-706-170, Fax: 07832-706-179. E-mail: contact
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Stand:$Date: 2015/08/30 22:00:01 $

Geschichte

 
13. Jherste schriftliche Zeugnisse des Bergbaus.
18. JhGrube geschlossen.
1997Ausbau als Schaubergwerk.
2003eröffnet.

Geologie

Das Kinzigtal ist reich an Bodenschätzen, vor allem Fluss- und Schwerspat sowie silberhaltiges Fahlerz. Die Rohstoffe wurden in verschiedenen Berkwerken gewonnen, von denen die meisten inzwischen geschlossen sind. In der Grube Clara bei Oberwolfach wird jedoch bis heute aus 600m Tiefe Fluss- und Schwerspat gewonnen. Sie ist auch die einzige Grube in Deutschland, in der auch heute noch wirtschaftlich Silber als Beiprodukt gewonnen wird.


Bemerkungen

Das historische Silberbergwerk Segen Gottes in Haslach-Schnellingen ist eines der wichtigsten historischen Bergwerke im Schwarzwald. Es repräsentiert das Schnellinger Revier, in dem seit 800 Jahren silberführende Fluss- und Schwerspatgänge abgebaut wurden. Grube Segen Gottes ist ein sehr häufiger Namen, so daß diese Grube in der Fachliteratur als Grube Segen Gottes bei Schnellingen bezeichnet wird.

Das genaue Alter der Grube, und auch der Name unter dem sie im Mittelalter betrieben wurde, ist unbekannt. Aus historischen Dokumenten ist ersichtlich, dass die Grube in der Mitte des 16. Jahrhunderts unter dem Namen Barbara zu Unseren lieben Frauen beim Illenbad von Hans Ruchmann Tödinger aus Offenburg betrieben wurde. Im Jahr 1711 wurde sie wiedereröffnet und von Bergdirektor Michel bis 1714 unter dem Namen Grube Segen Gottes betrieben. Danach war die Grube geschlossen, bis sie ab 1997 zum Schaubergwerk ausgebaut wurde.

Durch die lange Zeit, die die Grube bereits geschlossen ist, können hier sehr gut historische Bergbautechniken besichtigt werden. Die Stollen wurden von Hand mit Schlägel und Eisen vorangetrieben und sind hervorragend erhalten. Man kann Haspelkammern, Türstockverbaue und Arbeitsbühnen sehen. Der Schachtrahmen und der Handhaspel ist erhalten. Das Bergwerk besitzt sowohl Abbaustrecken als auch Erbstollen und Sondierstollen, dazu zwei Tageslichtschächte und sechs unterirdische Verbindungsschächte. Ein Highlight ist eine gut erhaltene Pumpe über einem Gesenk aus dem 18. Jahrhundert. In einen Balkenrahmen in der Firste ist die Welle verankert und ist mit einem Stück des Pumpengestänges original erhalten. Die Pumpenrohre und ein hölzernes Saugrohr mit Siebplatte wurden aus dem Gesenk geborgen.

Das Bergwerk besitzt vier Sohlen von denen die oberen drei Abbausohlen und Teil der Führung sind, die unterste Sohle, der Badstollen, diente zur Wasserlösung und erreichte die Gangzone nicht. Das oberste Stockwerk ist der 127m lange Obere Stollen mit mehreren Überhauen und Gesenken. Das mittlere Stockwerk ist der 85m lange Rotgüldengang. Das dritte stockwerk ist der Mittlere Stollen mit einem 160m langen Wasserlösungsstollen und dem Abbau auf dem Erzgang, der noch nicht vollständig geöffnet wurde. Bisher sind 76m davon zu besichtigen, das gesamte Schaubergwerk hat eine Länge von etwa 500m und 57m Höhenunterschied.

Eine weitere Besonderheit ist der Mineralienreichtum des Bergwerks. Auf drei Sohlen sind gangförmige Vererzungen in seltener Schönheit erschlossen. Im Abbau ist der Gang rund 3m mächtig und besitzt große Fluss- und Schwerspatdrusen. Die schönsten sind im Niveau des Mittleren Stollens aufgeschlossen.

Eine ganz ander Art von Mineralien stellen die vielfältigen Sinterbildungen dar. Seit der Abbau eingestellt wurde konnten sich Stalaktiten und Stalagiten von außergewöhnlicher Farbe und Größe bilden. Der Grund für die extreme Geschwindigkeit ist die Chemie, sie bestehen nicht wie normale Tropfsteine aus Kalzit, sondern aus aus Eisenocker.


Siehe auch


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