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| Ort: |
St. Andreasberg im Harz.
A7 Ausfahrt Seesen, B243 nach Herzberg am Harz, links ab nach St. Andreasberg. (51°42'46.27"N, 10°31'4.01"E) |
| Öffnungszeiten: | Mo-Sa 11-14:30, für Gruppen nach Anmeldung |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 4.50, Kinder (5-18) EUR 2.25. Mit Kurkarte: Erwachsene EUR 4, Kinder (5-18) EUR 2. [2007] |
| Typ: | Silberbergwerk |
| Licht: | elektrisch |
| Dimension: | T=780m. Befahbar: T=190m. |
| Führungen: | |
| Literatur: | |
| Adresse: |
Grube Samson, Postfach 31, 37444 Sankt Andreasberg im Harz, Tel: +49-5582-1249, Fax: +49-5582-923051.
E-mail: |
| Stand: | $Date: 2008/10/09 18:41:33 $ |
| 1521 | Beginn der Förderung. | |
| 1910 | Stillegung. | |
| 1987 | Aufnahme auf die Liste der internationalen historischen Maschinenbau-Denkmäler (International Historic Mechanical Engineering Landmark) durch die American Society of Mechanical Engineers. |
In Grube Samson wurde die typische Oberharzer Gangvererzung abgebaut. Dabei handelt es sich um hydrothermale Gänge, die durch die Hitze des Brockengranits entstanden sind. In den Gängen wurden polymetallische Erze sowie diveres Mineralien abgelagert. Das wichtigste Metall war aufgrund seines Wertes das Silber. Insgesamt sind etwa 50 Mineralien aus der Grube bekannt, das wichtigste ist wohl Samsonit. Das Mineral hat hier seinen Locus Typicus, wurde also hier zuerst beschrieben und auch nach der Grube benannt.
Sehenswert sind bei der Grube Samson die Gebäude: Gaipel, Seildrift, Kunstradstube und Kehrradstube. Weiterhin die Erztonnen mit einer Füllmenge von 1t und die Beschädigtentonne, die bei Unglücksfällen eingesetzt wurde. Ein Kehrrad von 9m Durchmesser für die Förderung und ein Kunstrad mit 12 m Durchmesser zum Antrieb der einzigen in Europa betriebenen Fahrkunst sind weitere Sehenswürdigkeiten.
Die Fahrkunst erfordert eine etwas detailiertere Erklärung. Dabei handelt es sich um ein frühes Aufzugssystem. Die Berleute brauchten bei dem sehr tiefen Bergwerk zu lange um den Abbau zu erreichen, deshalb wurde ein hölzernes Aufzugsystem entwickelt. Zwei vertikale Ketten aus Baumstämmen waren an gegenüberliegende Seiten eines hölzernen Rades gehängt. Wenn das Rad sich vor und zurück bewegt, bewegen sich die Baumstämme gegenläufig auf und ab. Auf den Baumstämmen waren Tritte montiert, auf die sich der Bergmann stellte. Sobald sich die Bewegungsrichtung änderte, stieg er auf den Nachbartritt. So konnte er entweder alle Abwärtsbewegungen oder alle Aufwärtsbewegungen nutzen. Diese Fortbewegungsweise war sehr schnell im Vergleich zum erklettern von Leitern, aber auch ein bischen gefährlich. Dieser Aufzug wurde vom Kunstrad angetrieben, einem hölzernen Wasserrad.
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