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| Ort: |
Ronneburg, bei Gera.
A 4, Abfahrt Gera-Leumnitz oder Ronneburg.
Informationszentrum der Stadt Ronneburg an der Bogenbinderhalle, zwischen Bahnhofstraße und Rosa-Luxemburg-Straße, Nähe Shell-Tankstelle.
Materialschacht 407: 2km entfernt. |
| Öffnungszeiten: |
Bergbaumuseum und Schaubergwerk: Ganzjährig täglich 10-18, letzter Einlass 17. Materialschacht 407: nach Anmedung. [2007] |
| Eintrittspreise: | |
| Typ: |
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| Licht: | elektrisch |
| Dimension: | |
| Führungen: | |
| Literatur: | |
| Adresse: |
Informationszentrum Bogenbinderhalle, Zufahrt Rosa-Luxemburg-Straße, 07580 Ronneburg, Tel: 036602-44316.
Bergbauverein Ronneburg e.V., c/o: Ekkehard Riedl, Bachgasse 5, 07580 Ronneburg, Telefon: 036602-65656. E-mail: |
| Stand: | $Date: 2008/07/01 20:34:06 $ |
| 1949 | erste Erkundungsarbeiten sowjetischer Geologen. | |
| 1953 | Beginn des Uranbergbaus durch die SDAG Wismut. | |
| 1980 | Ausdehnungsphase beendet. | |
| 1990 | Uranabbau eingestellt. | |
| 1991 | Beginn der Sanierung durch die WISMUT GmbH. | |
| 1997 | Beginn der Flutung der Gruben. |
Der Name Ronneburg ist kaum bekannt, doch unter dem Namen Wismut kann sich jeder etwas vorstellen. Dabei geht es eben gerade nicht um das Metall Wismut, sondern um Uranbergbau. Zu Zeiten der DDR war das Gebiet um Ronneburg wohl das wirtschaftlich wichtigste Gebiet des Landes. Zeitweise stammten 11% der weltweiten Förderung von Uran aus Ronneburg, insgesammt wurden 231.000 Tonnen abgebaut. Und selbstverständlich war das geförderte Uran für Kernkraftwerke und Waffen im Ostblock bestimmt.
Bei der Wichtigkeit dieses Uranbergwerks sind die vielfältigen damit verbundenen Aspekte fast verständlich. So wurden die Bergleute bei der Zuteilung von Autos bevorzugt, ebenso beim Kauf von Farbfernsehern. Neben eigenen Wohnsiedlungen in Gera hatten sie auch ihren eigenen Badeort an der Ostsee. Doch hier zeigen sich bereits die menschenverachtenden Aspekte des sozialistischen Regimes. Es war nicht gewünscht, dass die Bergleute sich zu sehr mit anderen trafen. Aus dem gleichen Grund bekamen sie auchacht liter Schnaps im Monat zugeteilt, den sogenannten Kumpeltod. Man wollte verhindern, dass sie zu sehr über die vielen Toten nachdachten, oder gar darüber erzählten. Nachgewiesenermaßen starben 5,000 Bergleute an der erhöhten Strahlung, es wird sogar angenommen, dass es 17,000 waren. Viele weitere wurden impotent. Kinder, die auf den Abraumhalden spielten, starben einen frühen Tod. Der Tod der Menschen wurde aufgrund der Wichtigkeit des Uranabbaus in Kauf genommen.
Die Anlagen zwischen Gera und Ronneburg umfaßten mehrere Bergwerke, das Bergwerk Schmirchau, das Bergwerk Drosen, das Bergwerk Beerwalde, der Tagebau Lichtenberg und die Halde Beerwalde.
In der Bogenbinderhalle befindet sich das Bergbaumuseum Ronneburg, das sich der Geschichte des Uranerzbergbaus und der gegenwärtigen Landschaftsumgestaltung widmet.
Nach der Einstellung des Uranabbaus im Jahr 1990, eine Folge der weltweiten Entspannung und des Zusammenbruchs der DDR, wurden die Absetzbecken und Abraumhalden der Wismut die schwierigste und teuerste Altlast im vereinigten Deutschland. Es wurde mit der Schließung des Bergwerks und Rekultivierung begonnen. Dazu wurden die berühmten Spitzkegelhalden bei Ronneburg in die Stollen verfüllt und diese geflutet. Die Einebnung begann am 5. Juni 2004 und ist inzwischen abgeschlossen. Die Rekultivierung der Tagebaue war im Jahr 2000 EXPO-Projekt. Dabei wurde die sogenannte Neue Landschaft Ronneburg geschaffen, ein Gürtel von Grünflächen der sich vom Zentrum von Gera bis ins Zentrum von Ronneburg erstreckt. Dieser ist der Austragungsort der Bundesgartenschau 2007.
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