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| Ort: | Freiung, Stulln i.d. Oberpfalz, bei Schwandorf. |
| Öffnungszeiten: |
APR bis OKT Di-Sa 10, 11, 14, 15, 16, So 14, 15, 16. [2011] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 7, Kinder (15-18) EUR 5, Kinder (6-14) EUR 4, Kinder (0-5) free. Gruppen (15+): Erwachsene EUR 5, Kinder (15-18) EUR 4, Kinder (6-14) EUR 3. [2011] |
| Typ: |
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| Licht: | elektrisch |
| Dimension: | |
| Führungen: | |
| Fotografieren: | |
| Zugänglichkeit: | |
| Literatur: |
H. Wolf, L. Kestel (1980):
Reichhart-Schacht / Oberpfälzer Besucherbergwerk,
24 S., Regensburg/Theuern 1980 A. Adler, M. Koch, K. Weiss (1977): 25 jähriges Jubiläum der Knappenvereine Stulln, Wölsendorf, Schwarzenfeld, Stulln 1977 |
| Adresse: | Reichhart-Schacht, Konrad Reichhart, Freiung 2, 92551 Stulln, Tel: 09433-1555, Fax: 09433-1555. |
| Stand: | $Date: 2011/12/13 09:15:02 $ |
| 1890 | Flussspat entdeckt und Abbau durch Wilhelm Reichhart begonnen. | |
| 1921 | Abbau eingestellt. | |
| 1974 | von Josef Reichhart als Schaubergwerk ausgebaut. | |
| 1980 | Schaubergwerk eröffnet. | |
| 1987 | nahegelegene Grube Hermine geschlossen, Pumpen abgestellt, Schaubergwerk säuft ab. | |
| 1990 | Pumpen im Reichhartschacht installiert, Schaubergwerk durch Konrad Reichhart. | |
| 1996 | Schaubergwerk eröffnet. | |
| 19-MAR-1999 | zweiter Ausgang durch den Gottes-Segen-Schacht eröffnet. | |
| 06-SEP-2005 | Förderturm der Grube Roland auf dem Gelände wieder aufgebaut. |
Das Wölsendorfer Flusspatrevier ist eine der bedeutendsten Flussspatlagerstätten in Mitteleuropa. Es ist etwa 15km lang und 8km breit und hat etwa 100 Gänge mit Flußspat-, Baryt- und Quarzführung. Etwa 30 dieser Gänge haben wirtschaftliche Bedeutung. Die meisten Gänge verlaufen NW-SO, Quergänge verlaufen N-S. Die Mächtigkeit der Gänge schwankt sehr stark, einzelne Gänge hatten Maxima von 6m, 8m oder 12m. Die Gänge konnten aber auch über gewisse Strecken fast vollständig verchwinden um sich danach wieder zu erweitern. Die mächtigsten Gänge wurden in den Gruben Marienschacht und Cäcilia abgebaut.
Die Fluorite wurden hydrothermal abgelagert, durch Thermalwasser das vulkanisch aufgeheitzt war und im Untergrund zirkulierte. Dabei löste es diversee Mineralien aus dem Gestein und lagerte sie in Klüften wieder ab. Die Gänge enthalten Fluorit (CaF2) und Baryt (BaSO4), daneben auch Kalzit, Dolomit, Pyrit, Markasit, Zinkblende, Bleiglanz, Kupferkies, und Uran. Der Anteil an Fluorit in den Gängen beträgt meist zwischen 60% und 80%.
Der Reichhartschacht wurde nach seinem Besitzer, Wilhelm Reichhart benannt.
Während der 1950er Jahre wurden hier große Mengen Fluorit aus einer Kluft
abgebaut.
Nachdem das Vorkommen fast erschöpft war wurde der Abbau eingestellt.
Doch der Besitzer belies etwa 2.000 Tonnen der Minerale in der Kluft, damit sie
als Schaubergwerk betrieben werden konnte.
Das Bergwerk ist eine Außenstelle des
Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern.
Heute wird das Bergwerk vom Sohn Konrad Reichhart als Schaubergwerk und Bergwerksmuseum betrieben. Die Kluft wurde mit eisernen Treppen und Stegen versehen und elektrisch beleuchtet. An verschiedenen Stellen können letzte Reste des Fluorits und der Nebenminerale an ihrem Bildungsort gesehen werden. Doch der Höhepunkt der Führung sind 15 pressluftbetriebene Werkzeuge die wieder funktionsfähig gemacht wurden und uf der Führung vorgeführt werden. Sägen, Lüfter, Bohrhämmer, Trennschneider, Wasserpumpen, Flaschenzüge und sogar Lampen werden mit Druckluft betrieben. Diese Technik wurde für Kohlebergwerke entwickelt weil sie keinerlei Funken produzieren kann, die möglichweise explosive Grubengase zur Explosion bringen könnten. Die Lampen besitzen kleine pressluftetriebene Generatoren die Strom für den Betrieb einer Glühlampe erzeugen.
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