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Alaunwerk Mühlwand

Tropfsteingrotte Alaunwerk


Touristische Informationen:

Ort: In Mühlwand, 2km südlich der Stadt Reichenbach.
A72 Ausfahrt Reichenbach, B94 Richtung Reichenbach, nach 1km links und gleich wieder rechts abbiegen in Richtung Rotschau, dann nach 1,5km links ab nach Mühlwand.
(50°35'57.13"N, 12°17'18.28"E)
Öffnungszeiten: JAN bis JUN Sa, So 13-16, letzte Führung 15:30.
JUL bis AUG täglich 13-16, letzte Führung 15:30.
SEP bis DEC Sa, So 13-16, letzte Führung 15:30.
Außerhalb der Öffnungszeiten nach Anmeldung.
[2007]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 3, Kinder (6-14) EUR 1,50, Kinder (0-5) nicht erlaubt.
Gruppen (20+): Erwachsene EUR 2,50, Kinder (6-14) EUR 1.
[2007]
Typ:  Alaun
Licht: elektrisch
Dimension:  
Führungen: D=30min. V=4.000/a.
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse: Tropfsteingrotte Alaunwerk Mühlwand-Reichenbach e.V., Alaunwerk 6, 08468 Reichenbach, Tel: 03765-13986, Fax: 03765-13986. E-mail: contact
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.
Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:59 $

Geschichte

 
1691 bis 1827pyrit- und kohlenstoffhaltiger Schiefer abgebaut.
12-SEP-2002Besucherbergwerk eröffnet.
JAN-2011Tau- und Quellwasser spülen 100m³ Geröll und Schlamm ind Bergwerk, Schaubergwerk geschlossen.
APR-2011Wiedereröffnung.

Geologie

In Mühlwand wurde sogenannter Alaunschiefer abgebaut, der zur Herstellung von Schwefelsäure und anderen schwefelbasierten Verbindungen diente. Der Alaunschiefer ist ein Schiefer mit sehr hohem Gehalt an Pyrit und Kohlenwasserstoffverbindungen. Der Pyrit wiederum ist Eisensulfid FeS², und damit der Lieferant des Schwefels.


Bemerkungen

Seit 1691 wurde in Mühlwand der Alaunschiefer abgebaut, zunächst obertägig in einem Steinbruch. Bald hatte der Tagebau jedoch eine erhebliche Tiefe erreicht, und eine Erweiterung an der Oberfläche war nicht möglich, weil das angrenzende Gelände andere Eigentümer hatte. Dazu kam das Problem des Wassers in der Grube, so wurde es notwendig einen Wasserlösungsstollen anzulegen. Schlielich wurde der Abbau nur noch untertägig betrieben, und das Gelände oberhalb diente zur Ablagerung des geförderten Gesteins.

Der untertägige Bergbau endete 1827, zu einer Zeit in der die wichtigsten Entwicklungen im Bergbau noch nicht stattgefunden hatten. So wurde das Bergwerk ausschließlich in Handarbeit, mit Schlägel und Eisen, gegraben. So bietet das Bergwerk heute einen Einblick in die Bergbautechnologie des beginnenden 19. Jahrhunderts.

Das 2002 als Besucherbergwerk eröffnete Alaunwerk wird vom Tropfsteingrotte Alaunwerk Mühlwand-Reichenbach e.V. betreut. Es ist ganzjährig an Wochenenden geöffnet und hat etwa 4.000 Besucher im Jahr. Im Januar 2011 kam es durch eine große Menge Schmelzwasser zu einem Sturzbach, der Schlamm und Geröll in das Bergwerk spülte. Der Schaubetrieb musste daraufhin eingestellt werden. Durch die Arbeit der ehrenamtlichen und zwei ABM Kräfte wurden etwa 100m³ Geröll entfernt und der Schaubetrieb konnte bereits im April wieder eröffnet werden.


Siehe auch


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