Römerbergwerk Meurin


Touristische Informationen:

Haupteingang zum Museum.
Verkohltes Holz das beim Ascheregen eingeschlossen wurde.
Ort: Nickenicher Straße, 56630 Kretz.
A61 Ausfahrt 36 Kruft, B256 Richtung Andernach, zweite links. Beschildert.
(50.396171005792130, 7.353214369973671)
Öffnungszeiten: 15-MAR bis OCT Di-So, Fei 10-17.
Guided Tours Sun 15:30.
[2024]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 7, Kinder (6-16) EUR 4.50, Kinder (0-5) free, Studenten (-26) EUR 4.50, Behinderte EUR 4.50, Familien (2+*) EUR 15.
Groups (15+): Erwachsene EUR 6, Kinder (6-16) EUR 3.50.
Kombiticket mit Vulkanpark Infozentrum:
Erwachsene EUR 10, Kinder (6-16) EUR 6, Kinder (0-5) free, Studenten (-26) EUR 6, Behinderte EUR 6, Familien (2+*) EUR 20.
Groups (15+): Erwachsene EUR 8, Kinder (6-16) EUR 4.
[2024]
Typ: SubterraneaUnterirdische Steinbrüche MineKammerbau Römisches Tuff Bergwerk
Licht: LightBeleuchtung mit Glühlampen
Dimension:
Führungen: nein, D=1.5 h.
Fotografieren: erlaubt
Zugänglichkeit: teilweise
Literatur: Holger Schaaff (2016): Antike Tuffbergwerke am Laacher See-Vulkan, Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA); 1. Edition (5. Februar 2016), ISBN-10: 3884672037, ISBN-13: 978-3884672037.
Angelika Hunold (2011): Das Erbe des Vulkans, Römisch Germanisches Zentralmuseum / Archäologie, populärwissenschaftliche Reihe, Schnell & Steiner; 1. Edition (21. Juni 2011), ISBN-10: 3795424399, ISBN-13: 978-3795424398.
Adresse: Römerbergwerk Meurin, Nickenicher Straße, 56630 Kretz, Tel: +49-2632-9875-0. E-mail:
VULKANPARK GmbH, Rauschermühle 6, 56637 Plaidt, Tel: +49-2632-9875-0. E-mail:
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Geschichte

Geologie

Tuff ist ein vulkanisches Gestein, lava eines explosiven Vulkanismus, die bei der Eruption des benachbarten Laacher Sees vor etwa 13.000 Jhren herausgeschleudert wurde. Die Lava wuder in die Luft geschleudert, dabei in kleine Stückchen zerrissen, die fest wurden aber immer noch sehr heiß waren. Sie formten eine Wolke, die außerdem aus vulkanischen Gasen wie Kohlendioxid, Dampf und anderen bestand, vermischt mit fast dem geschmolzenem Basaltstaub, und vom Wind über die Umgebung verteilt wurde. Als die Eruption endete, kollabierte die Wolke und floss als Glutlawine durch die Täler der Umgebung. Die heiße Glutwolke bedeckte die Pflanzen und Tiere und ebnete die Lanschaft ein. Das Ergebnis war eine lebensfeindliche Mondlanschaft.

Die kleinen Gesteinsfladen aus der WOlke waren immer noch heiß, fast geschmolzen, und in der abgelagerten Schicht war noch genügend Hitze, dass der Staub zu einem porösen Gestein, dem Tuff zusammenbuk, anstatt einfach eine Ascheschicht zu bilden. Die Porösität war ein Ergebnis des hohen Gasgehaltes. Bei weiteren, weniger explosiven Eruptionen wurde Lava gefördert, die flüssig war un über dieses Tufflager hinweg floss und es so bedeckte. Es bildesten sich dicke Basaltschichten die den Tuff bedecken. Um den Tuff zu erreichen, mußten die Romer also unterirdisch abbauen.

Bemerkungen

Blick in das Bergwerk von der Brücke.
ein Blick in das originale römische Bergwerk, mit moderner Abstützung der Decke.

Das Trassbergwerk bei Meurin wird heute meist als Römerbergwerk bezeichnet, was kein Eigenname ist, sondern einfach wiedergibt, dass in diesem Berwerk in der Römerzeit Tuff abgebaut wurde. Sie kannten wohl die Besonderheit dieses vulkanischen Gesteins aus ihrer Heimat Italien, in der es weit verbreitet ist, und nutzen seine besonderen Eigenschaften. Hier liegt es unter einer Schicht harten Basalts, so mußten sie Schächte anlegen um den Tuff zu erreichen. Im Tuff angelangt begannen sie große Blöcke von den Wänden abzubauen und erweiterten so das Bergwerk. Um Einstürze zu vermeiden, benutzten sie eine einfache Methode, sie ließen einfach in regelmäßigen Abständen Säulen stehen, die die Decke stützen. Das Ergebnis ist ein Labyrinth aus miteinander verbundenen Gängen.

Die abgebauten Steinblöcke wurden durch die Zugangsschäche mit hölzernen Kränen gehoben, die auf der Oberfläche errichtet wurden. Im Aussengelände des Museums kann ein solcher Kran besichtigt werden, der von experimentellen Archäologen rekonstruiert wurde. Die Bergleute betraten und verliessen das Bergwerk durch andere Schächte mit Treppen die in den Fels gehauen worden waren. Eine dieser Treppen wurde bei den Ausgrabungen entdeckt.

Die Steinblöcke wurden in einer einfachen aber zeitaufwendigen Technik abgebaut. Die Blöcke wurden immer von Ecken in der unregelmäßigen Wand abgebaut. Zuerst wurde oben eine breite horizontale Furche in den Stein gehauen, bei dem eher weichen Gestein reichte dazu eine eiserne Axt oder ein Pickel. Dann wurde zu beiden Seiten eine Reihe von Löchern in den Stein gehauen, eins über dem anderen in einer senkrechten Linie. In diese Löcher wurden Keile eingehauen, die Reihe der Keile erzeugte einen Riß über die gesamte Höhe. Der Trick war, daß diese beiden Risse senkrecht aufeinander standen, und so mit den beiden Außenseiten des Blocks einen rechtwinkligen Steinblock ablösten. So war bereits ein Block mit Oberseite abgelöst, durch verstärkung des Drucks durch tiferes einhämmern der Keile fiel dieser schließlich nach vorne.

Das Bergwer wurde längere Zeit genutzt, aber als die Römer schlißlich Germanien verliessen wurde es aufgelassen. Schlisslich waren die Schächte wieder verfüllt und nichts erinnerte mehr an das alte Bergwerk. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde jedoch die überlagernde Basaltschicht in einem großen Steinbruch mit modernen Maschinen abgebaut. Viele Überbleibsel aus dieser Zeit sind erhalten, Kräne und Transportbänder stehen auf dem Parkplatz des Römerbergwerks. Bei diesem Abbau wurde so die schützende Deckschicht über dem römischen Bergwerk entfernt und wenn die Decke zu dünn wurde brach sie durch und die schweren Maschinen fielen in die Löcher. Dadurch war ein weiterer Abbau zu gefährlich und der Abbau wurde eingestellt. Als der Ursprung der Löcher erkannt wurde, wurde das Bergwerk archaeologisch ausgegraben.

Heute ist der geasamte Berch mit einer großen Halle überbaut. Sie wurde errichtet um die Überreste des Bergwerks zu erhalten. Durch die entfernung der Deckschicht war das Bergwerk nun den Witterungeinflüssen ausgeliefert und wurde durch Erosion zerstört. Ein große Brücke über das Bergwerk erlaubt eine einmalige Aussicht von oben auf ein Bergwerk. Das ist recht aussergewöhnlich, da Bergwerke ja eigentlich unterirdisch sind. Es ist auch möglich das eigentliche Römerbergwerk zu besichtigen, einige Teile sind auch immer noch durch ein dünne schicht Gestein bedeckt. Einer dieser Teile lässt sich abdunkeln und wird dazu benutzt einen Film vorzuführen, der römische Bergleute bei dem Abbau eine Felsblocks zeigt.


Römerbergwerk Meurin Gallerie