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Grube Leonie

Bergbaumuseum Maffei-Schächte


Touristische Informationen:

Ort: Nitzlbuch, Auerbach in der Oberpfalz
Öffnungszeiten: MAI bis SEP So 15-17.
[2011]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 2, Jugendliche (-18) EUR 1.
Führung: EUR 10.
[2011]
Typ:  Eisen
Licht: elektrisch
Dimension:  
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur: K. von Gehlen, H. Harder (1956): Zur Genese der kretazischen Eisenerze von Auerbach (0berpfalz), Contributions to Mineralogy and Petrology 5, 118-138
J. Pfeufer (1983): Zur Genese der Eisenerzlagerstatten von Auerbach- Sulzbach-Rosenberg-Amberg(Oberpfalz), (Genesis of the Auerbach-Sulzbach-Rosenberg-Amberg iron ore deposits (Upper Palatinate)) Geol. Jahrb., Reihe D, 64, 3-69
H. Stanjek (1983): Auerbach/Oberpfalz. Phosphatmineralien aus der Grube Leonie, Lapis 8 (3), 9-18; 42
C.-D. Sattler, P. Halbach (1998): Precipitation and alteration of late Cretaceous sedimentary apatites and siderites (Leonie trough, Bavaria, Germany), Chemie der Erde 58, 197-218
H. G. Dill, B. Weber, S. Kaufhold (2009): The origin of siderite-goethite-phosphate mineralization in the karst-related faultbound iron ore deposit Auerbach, Germany, a clue to the timing of hypogene and supergene Fe-Al phosphates in NE Bavaria, Neues Jahrbuch für Mineralogie - Abhandlungen 186, 283-307
Adresse: Anmeldung, Tel: +49-9643-2433.
Bergbaumuseum Maffeischächte, Grube Auerbach-Nitzlbuch, über Stadtverwaltung Auerbach, 91275 Auerbach, Tel: +49-9643-2049573, Fax: +49-9643-91168. E-mail: contact
Stadt Auerbach, Oberer Marktplatz 1, 91275 Auerbach, Tel: +49-9643-200, Telefax: +49-9643-2035. E-mail: contact
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.
Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:58 $

Geschichte

 
1853Gründung der Maxhüte führt zum Aufschwung des Bergbaus.
1878Auerbacher Revier beliefert die Maxhüte.
1903Seilbahn von den Bergkwerken zum Bahnhof Auerbach.
1904Abteufarbeiten für die Schächte Maffei I und Maffei II.
1906Beginn des Abbaus.
1972Teufen des Leonieschachtes.
1977Grube Leonie eröffnet.
1978Maffei-Schächte geschlossen.
1987Grube Leonie geschlossen.
1989Abschalten der Wasserhaltung nach Stilllegungsarbeiten.

Geologie

Das Lager aus kreidezeitlichen Eisenerzen ist stockförmig. Mit Eisengehalten von etwa 47% ist dies die reichhaltigste Eisenlagerstätte der Bundesrepublik Deutschland dar. Insgesamt wurden 26 Millionen Tonnen Eisenerz abgebaut, 16 Millionen Tonnen im Bergkwerk Maffei und 10 Millionen Tonnen im Bergwerk Leonie. Nach der Stilllegung verblieben schätzungsweise 20 Mio. Tonnen Eisenerz in der Lagerstätte. Der Abbau ist bei den aktuellen Weltmarktpreisen nicht rentabel.

Die Aurebacher Eisenlagerstätte ist bekannt für außergewöhnliche Mineralien, insbedondere Eisenerze. Es ist die einzige bekannte Fundstelle des seltene Mineral Churchit-(Y) in Deutschland. Es ist auch unter dem veralteten Namen Weinschenkit ((Y,Er,La)[PO4]-2H2O) bekannt.


Bemerkungen

Die kleine Stadt Auerbach in der Oberpfalz ist stark geprägt vom Eisenerzabbau. So gibt es hier drei interessante Sehenswürdigkeiten, die man im Zusammenhang besichtigen sollte.

Das Bergbaumuseum Maffei-Schächte befindet sich an der Grube Auerbach-Nitzlbuch. Hier sind noch zwei Fördertürme erhalten, die Schächte Maffei I und Maffei II, die die ältesten ihrer Art in Bayern sind. Sie werden vom Förderverein "Maffeispiele Auerbach e.V." und dem Knappenverein betreut. Die Anlage bietet neben den Fördertürmen einen künstlich angelegten Stollen mit Grubenbahn, eine Mineralienausstellung und verschiedenes Großgerät.

Das Eisenerzbergwerk Leonie wurde 1977 bis 1987 vom oberpfälzischen Stahlwerk wurde 1977 bis 1987 vom oberpfälzischen Stahlwerk Maxhütte betrieben. Heute ist noch der characteristische mit Wellblech verkleidete Förderturm zu sehen. Eine Besichtung ist allerdings nur von aussen möglich.

Eine besondere Sehenswürdigkeit sind die Grubenfelder Leonie. Der Abbau fand unter dem 87,3ha großen Gelände mit Wald- und Offenland statt. Nach Stillegung des Bergwerks stürzten die beim Abbau entstandenen Hohlräume teilweise ein. Das Ergebnis sind eine Vielzahl von Senken und Verwerfungen, sogenannte Dolinen. Das Gelände ist inzwischen Naturschutzgebiet und wird von Heckrindern und Exmoorpferden beweidet. Ein Holzsteg führt zu einigen der eindrucksvollsten Dolinen, der Rest des Geländes darf nicht betreten werden.


Siehe auch


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