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Klosterstollen Barsinghausen


Touristische Informationen:

Ort: Hinterkampstraße 6, 30890 Barsinghausen
Öffnungszeiten: Bergwerk: Nach Vereinbarung.
Bergbaumuseum: Ganzjährig Di-So 14-17.
[2011]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 8, Kinder (14-17) EUR 5, Kinder (6-13) EUR 4, Kinder (0-5) nicht erlaubt, Familie (2+*) EUR 20.
Erlebnistour Fußbefahrung: max. 10 Personen pauschal EUR 100.
Bergbaumuseum: Erwachsene EUR 3, Kinder (14-17) EUR 2, Kinder (6-13) EUR 1.
[2011]
Typ:  Kohle
Licht: Akkulampe
Dimension: T=9°C
Führungen: D=2h.
Erlebnistour Fußbefahrung: D=3h.
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse: "Alte Zeche" Gemeinnützige Betriebs GmbH, Hinterkampstr. 6, 30890 Barsinghausen, Tel: +49-5105-514187 (vormittags), Fax: +49-5105-773061. E-mail: contact
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Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.
Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:57 $

Geschichte

 
1639Bergwerk am Bröhn in Wennigsen erstmals erwähnt.
1831Klosterbergwerk im oberen Fuchsbachtal.
1847Gemeindebergwerk im Bullerbachtal eröffnet.
01-SEP-1856Vortrieb des Klosterstollens begonnen.
07-OCT-1869Kohlenflöz angefahren.
10-NOV-1869erster Wagen Kohle gefördert.
1888Teufen des Wilhelmschachtes (Schacht I).
1921Kohleförderung im Klosterstollen eingestellt.
1957Schachtanlage Klosterstollen stillgelegt.
1986Beginn der Renovierung.
1999Schaubergwerk eröffnet.

Geologie


Bemerkungen

Das Besucherbergwerk Klosterstollen Barsinghausen ist Teil des Gemeindebergwerks im Bullerbachtal das 1847 eröffnet wurde. Er wurde am 01-SEP-1856 begonnen und hat am 07-OCT-1869 bei einer Stollenlänge von 1.474m das Kohlenflöz erreicht. Etwa einen Monat später wurde der erste Wagen Kohle gefördert. Die Kohleförderung durch diesen Stollen wurde bereits 1921 eingestellt, danach diente er nur noch zur Bewetterung. Die Förderung erfolgte duch vier Schächte der Schachtanlage Klosterstollen. Diese wurde 1957 wegen Unwirtschaftlichkeit stillgelegt.

Der Klosterstollen war wohl viele Jahre lang abgesoffen, 1974 kommt es jedoch zu einem Stolleneinsturz und in der Folge zu einer Überschwemmung des Industriegebiets um Schacht IV. Durch die notwendigen Sanierungsarbeiten wird wohl auch das Wasser im Klosterstollen abgesenkt, und so erkennt eine Gruppe von Bergbaubegeisterten 1984, dass es nun möglich ist den Stollen wieder zugänglich zu machen. Die Planungen für ein Besucherbergwerk beginnen. 1986 wird der Stollen geöffnet und die Erschließungsarbeiten beginnen. Das Schaubergwerk wird 1999 eröffnet, nachdem es vom Bergamt offiziell als Besucherbergwerk mit Personenbefördernder Grubenbahn zugelassen wurde.

Dei Führung beginnt im Zechensaal in der ehemalige Waschkaue. Hier haben sich die Bergleute vor der Schicht umgezogen, und die Kleidung an Ketten bis unter die Decke hochgezogen. Nach der Schicht wurde hier geduscht und wieder umgezogen. Auch die Besucher werden hier mit einem Helm ausgestattet bevores mit der Grubenbahn 1400m in den Berg geht. Vor Ort ist das 70cm mächtige Kohleflöz zu sehen, werden Abbautechniken und Fördermaschinen vorgeführt. Neben der regulären Befahrung mit der Grubenbahn gibt es auch noch eine sogenannte Erlebnistour Fußbefahrung. Bie dieser Tour wird der Stollen zu Fuß begangen, so werden auch Bereiche besucht, die mit der Grubenbahn nicht erreicht werden können. Diese Tour dauert aber auch drei Stunden und erfordert Trittsicherheit, Besucher müssen mindestens 16 Jahre alt sein. An die Besichtigung des Bergwerks schliesst sich der Besuch der Sonderausstellung Energiegeladen - Wege der Deisterkohle im Bergbaumuseum an. Es kann auch der Förderturm über Schacht II mit seinem Förderkorb besichtigt werden.

Im Deister wurde über 300 Jahre lang Kohle abgebaut und dabei insgesamt 34 Stollen aufgefahren und 18 Schächte geteuft. Die Kohleflöze sind jedoch mit weniger als einem Meter Mächtigkeit nur schwer abzubauen. Daneben erfordern große Mengen an Grundwasser das Pumpen von riesigen Wassermengen. Während die Klosterstollen um 1910 zwischen 100.000 und 1 Million Reichsmark Gewinn erwirtschaftet, wird der Abbau bereits Anfang der 1950er Jahre unwirtschaftlich. Die Preusag beschließt 1955 die Stilllegung der Zeche in Barsinghausen als erste Zeche in der Bundesrepublik Deutschland.


Siehe auch


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