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Silberstollen Gabe Gottes


Touristische Informationen:

Ort: Großerlach Schlüssel ist im Freizeitzentrum Großerlach erhältlich.
Öffnungszeiten: Ganzjährig Mo-Fr 8-12, Do 15-19.
[2011]
Eintrittspreise:  
Typ:  Silver Mine
Licht: elektrisch
Dimension:  
Führungen: L=36m
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse: Gemeinde Großerlach, Stuttgarter Straße 18, 71577 Großerlach, Tel: +49-7903-9154-0, Fax: +49-7903-9154-33. E-mail: contact
Freizeitzentrum, Tel: +49-7903-2484 (Gottfried Mauss).
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
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Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.
Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:55 $

Geschichte

 
1773Stollen begonnen.
1926verschüttetes Mundloch freigelegt.
MAY-2000Schaubergwerk eröffnet.

Geologie


Bemerkungen

Seit Mai 2000 ist in Großerlach der Silberstollen "Gabe Gottes" als Schaubergwerk offen. Er wurde durch den Heimatverein Großerlach und durch den Arbeitskreis Silberstollen freigelegt und als Besucherstollen gestaltet. Er ist auf eine Länge von 30m zugänglich und kann ohne Führung besichtigt werden. Der Schlüssel ist im Freizeitzentrum Großerlach erhältlich.

Der Stollen wurde nur ein Jahr betrieben, es handelte sich dabei um eine Art kleinen Silberrausch. Die Geschichte beginnt im Dezember 1772. Die drei Bauern Hans Georg Jäcklen, Johann Christoph Wieland und Sigmund Wieland aus Erlach hoben einen Brunnen aus. Dabei entdeckten sie eine blau glänzende Gesteinsschicht. Der Bergrat Riedel in Wüstenrot untersucht das Gestein und stellt fest, dass Silber enthalten ist. Er besichtig den Fundort, läßt die Eigentumsrechte klären und erstellt einen Entwurf für die Betreibung eines Bergwerkes. Schießlich entscheidet der Rat und Vogt zu Löwenstein Fischer, dass das Bergwerk 132 Kuxen (Anteilscheine) haben soll, 128 der Companie, 1 der gnädigsten Herrschaft, 1 dem Besitzer des Grund- und Bodens, 1 dem Heiligen und der Schul und 1 dem Pfarrer für sein entrichtendes Gebet. Die Schätzungen des zu erwartenden Ertrags sind äußerst optimistisch.

Das Bergwerk nimmt im März den Betrieb auf und ist bald überschuldet. Im Herbst wird der Bau eines Pochwerks und einer Schmelzhütte in Liemersbach begonnen. Nach einem Jahr wird der Abbau wegen fehlender wirtschaftlichkeit eingestellt. Der Bergrat hatte in einem guten Jahr ein Defizit von 3500 Gulden erwirtschaftet. Was aus dem Bergrat und den Gläubigern wurde ist wohl nicht überliefert. Der Stollen war zwar ein wirtschaflicher Fehlschlag, doch während verschiedener Kriege und Wirren diente er der Bevölkerung als Versteck, und hat wohl so manches Leben gerettet.

In der Umgebung wurden verschiedene Stollen angelegt, "Unverhoft Glück", "Soldatenglück", "Der freundliche Bergmann", Treue Freundschaft". Besonders ertragreich war wohl keiner. Der Stubensandstein aus dem Mittelkeuper besitzt geringe Vorkommen von Malachit und Silbererzen, die aber insgesamt nicht abbauwürdig sind.


Siehe auch


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Letzte Änderung Impressum, © Jochen Duckeck.