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Der Wasserbaum von Ockensen


Bild: Der Wasserbaum.

Touristische Informationen:

Ort: In Ockensen. A7 Ausf Hildesheim, B1 34km über Elze bis Salzhemmendorf-Hemmendorf, nach S 13km über Salzhemmendorf Richtung Wallensen, kurz vorher rechts ab nach Ockensen, durch Ockensen der Beschilderung folgen.
Öffnungszeiten: Keine Einschränkungen.
[2011]
Eintrittspreise: Frei.
[2011]
Typ: Säule aus Kalktuff
Licht: n/a
Dimension: H=3m, D=1m.
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse:
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Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:51 $

Bemerkungen

Bild: Der Wasserbaum.

Der Wasserbaum ist eine einmalige Kuriosität. Es handelt sich hierbei allerdings nicht um eine reine Naturerscheinung, sondern um ein Industriedenkmal im weitesten Sinne.

Seit 1904 betrieb der Sägemüller Hermann Mayer in Ockensen ein Sägewerk mit Holzhandlung. Er fing das Wasser einer Karstquelle in einem Stauteich auf und benutzte es zum Antrieb einer Turbine mit Stromgenerator. Damit die Turbine gleichäßig lief mußte aber ausreichend Wasser im Stausee sein.

So baute Hermann Mayer aus vier Brettern ein Rohr mit quadratischen Querschnitt, das als Anzeige für den Wasserstand diente. Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren, ist der Wasserstand im Rohr identisch mit dem Wasserstand im Teich. Wenn der Wasserstand im Teich höher ist als die Oberkante des Rohrs, läuft Wasser über die Oberkante. Das konnte der Besitzer mit einem Fernglas von unten sehen, und wußte so ohne hinlaufen zu müssen, wenn der Teich voll genug war.

Durch das ständige tröpfeln des kalkhaltigen Wassers aus dem Rohr, hat dieses in den mehr als 80 Jahren seines Bestehens eine dicke Kruste aus Kalktuff erhalten. Das Wasser verliert Kohlendioxid und der gelöste Kalk wird ausgeschieden. Dieser Vorgang führt auch in der Natur bei Karstquellen zur Ablagerung von Kalktuff.

Durch die besondere Form der Holzrohrs, hat auch die Kalkablagerung eine außergewöhnliche Form angenommen, Der Begriff Wasserbaum leitet sich von der Baumstamm-Form ab, und zeugt gleichzeitig davon, dass die Anwohner offenbar bereits nach wenigen Jahrzehnten den technischen Hintergrund vergessen hatten.


Siehe auch


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