Steinrinne in Bilzingsleben


Touristische Informationen:

Ort: Frömmstedter Straße, 06578 Bilzingsleben. 16km südlich von Bad Frankenhausen an der F86 liegt Kindelbrück, die Steinrinne liegt bei Bilzingsleben, 3km nördlich von Kindelbrück.
Öffnungszeiten: APR bis OKT DI-So 10-16, letzte Führung 15:30.
NOV bis MÄR Mo-Fr 10-15 nach Vereinbarung, Sa, So nach Vereinbarung.
[2011]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 5, Kinder (6-18) EUR 2.50, Kinder (0-5) free, Studenten EUR 2.50, Behinderte EUR 2.50, Familie (2+2) EUR 14.
Gruppen (10+): Erwachsene EUR 4.
Gruppen (15+): Erwachsene EUR 3.50.
[2011]
Typ: Travertinlager als Bergrücken.
Licht: elektrisch
Dimension: H=40m, L=300m, B=100m.
Führungen: D=45-60min.
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur: Dietrich Mania (2004): Die Urmenschen von Thüringen, Spektrum der Wissenschaft, Oktober 2004.  online
Adresse: Ausgrabungsstätte "Steinrinne" Bilzingsleben, c/o VG Kindelbrück, Puschkinplatz 1, 99638 Kindelbrück, Tel: +49-36375-50249. E-mail: contact
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Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:49 $

Geschichte

 
1508Stadtmauer von Kindelbrück aus Kalktuff von Bilzingsleben erbaut.
1710erste schriftliche Erwähnung von fossilen Kieferknochen und Zähnen.
1908erste Feuersteingeräte erwähnt von Ewald Wüst.
1922Beginn der Ausgrabungen durch Adolf Spengler.
1969Dietrich Mania entdeckt zahlreiche Fossilien und Artefakte.
1971Beginn der Ausgrabungen durch Prof. Dr. Dietrich Mania von der Universität Jena.
2003Ende der Ausgrabungen durch Prof. Dr. Dietrich Mania.
02-MAY-2009Schutzhalle für das Knochenpflaster eröffnet.
27-OCT-2009Förderverein "Steinrinne" Bilzingsleben e.V. gegründet.

Bemerkungen

Nach dem Ortsausgang von Bilzingsleben in Richtung Frömmstedt befindet sich links der Straße ein Bergrücken mit dem Namen Steinrinne. Im Mittelpleistozän vor etwa 400.000 bis 350.000 Jahren befand sich hier eine Karstquelle, die für die Bildung des Travertins verantwortlich war. Die Wipper hat sich inzwischen daneben um 30 bis 40m tiefer eingeschnitten, dadurch bildet der Travertin heute einen Bergrücken. Diesen Vorgang nennt man in der Geologie Reliefumkehr.

Weltbekannt wurde dieser Ort durch Funde von Urmenschen, Feuersteingeräten, Pflanzen und Tierresten. Im Jahr 1974 wurden Schädelreste eines späten Homo erectus gefunden. Die Anzahl der Funde ist aussergewöhnlich, so wurden 37 Reste von Menschen, 140.000 Feuersteinartefakte, sowie tausende andere Geräte aus Stein, Knochen, Geweih, Elfenbein und Holz geborgen. Die Ausgrabungen endeten 2003, danach wurde ein Teil der Ausgrabung durch ein Gebäude geschützt und kann heute als Museum besucht werden.


Siehe auch


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