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Schinderhanneshöhle
Hohenzollernhöhle
Touristische Informationen:
Geschichte
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| Schinderhannes in Miehlen geboren. |
| 1802 | Schinderhannes in Mainz geköpft. |
Bemerkungen
Die Schinderhanneshöhle leigt im Hunsrück, in der Nähe von
Nack, im Tal des Gaulbaches.
Sie kann am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht werden.
Sie erhielt ihren Namen, weil die einst das Versteck des berüchtigten
Räubers, des Schinderhannes, gewesen sein soll.
Der Schinderhannes hieß eigentlich Johannes Bückler, seinen Spitznamen erhielt er, weil
er in Nastätten eine Ausbildung zum Schinder gemacht hatte.
Er war im Hunsrück geboren und trieb auch hier sein Unwesen, sein
eigentlicher Wohnort war die Schmidtburg oberhalb des Hahnenbachs.
Diese Höhle soll ihm lediglich bei Gefahr als Versteck gedient haben.
Diese Tradition setzte sich fort, auch im ersten Weltkrieg soll die Höhle
wieder einem Deserteur als Unterschlupf gedient haben.
Die Schinderhanneshöhle ist sehr klein, nur 13m lang, und es ist schwer
vordstellbar, dass hier jemand längere Zeit zugebracht haben soll.
Die Höhle befindet sich im Schiefer, einem nicht verkarstungsfähigen
Gestein, und ist durch tektonische Kräfte entstanden.
Durch die Erosion kam ein Gesteinspaket ins rutschen und es öffnete sich
eine Kluft.
Derartige Höhlen sind meist sehr klein.
In der Nähe befinden sich noch einige weitere Höhlen mit einer
ähnlichen Geologie, die Dümpelhardt-Kluft mit einer Länge von 5m,
die Adrenalinkluft, ebenfalls 5m lang, und die Höhle des Heiligen
Castor.
Die letzte ist lediglich 2,7m lang und gilt deshalb als nicht als Höhle.
Erst ab 5m Länge werden Höhlen normalerweise ins Kataster aufgenommen,
diese wurde jedoch wegen ihrer kulturhistorischen Bedeutung als Eremitenklause
und Wallfahrtsort dennoch aufgenommen.
Siehe auch