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Hollenkammer


Touristische Informationen:

Ort: Nördlich von Lütersheim. Vom Sportplatz in Lütersheim etwa 350m nach Norden, beschildert V8.
Öffnungszeiten: frei zugänglich.
[2010]
Eintrittspreise: frei.
[2010]
Typ:  Erosionshöhle
Licht: n/a
Dimension:  
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse:  
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Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:45 $

Geschichte


Bemerkungen

Die Hollenkammer nördlich von Lütersheim wird meist als Höhle bezeichnet. Bei genauer Betrachtung muss man dann doch von einem Abri oder Überhang sprechen, oder auch von einer Halbhöhle. Die Höhle befindet sich in einer 15m hohen Felswand, etwa 5m über dem Boden. Der Fels zeigt Bearbeitungsspuren, so daß vermutet wurde, daß hier ein Einsiedler wohnte und die Löcher im Fels für die Balken seiner Einsiedelei gedacht waren. Es gibt hier im Wald eine Reihe von außergewöhnlichen Felsformationen, die durch die Verwitterung des eisenhaltigen Sandsteins entstanden sind. Aufgrund der fantasieanregenden Formen rankt sich eine Sage um die Hollenkammer, die auch den Namen erklärt.

In den Höhlen der Sandsteinfelsen wohnten einst die Hollen. Das sind kleine wichtelartige Lebewesen, so groß wie Puppen und schwarz, die als glückbringend beschreiben werden. Sie können sich unsichtbar machen, wenn Menschen in der Nähe sind. Man erzählt von einem Knecht aus Lütersheim, der in dieser Gegend gearbeitet hat. Als er ein ein seltsames Klopfen hörte, vermutete er, daß die Hollen Kuchen backen und rief aus: "Holle back mir auch nen Kuchen!" Bald darauf fand er auf einem Felsen einen Kuchen und zögerte ihn zu nehmen. Da hörte er eine Stimme die sagte: "Wenn du ihn nicht nimmst, kratzen wir dir die Augen aus! Du hast ihn bestellt, jetzt isst Du ihn auch!" Daraufhin nahm er den Kuchen schnell und ass ihn. Der Kuchen schmeckte wohl auch ganz gut, aber die Geschichte war dem Knecht nicht geheuer und so bestellte er nie wieder einen Kuchen bei den Hollen.

Eine andere Erklärung des Namens ist die Vermutung, daß sich hier eine heidnische Kultstätte befand. Der Name soll auf die Gemahlin Wotans zurückgehen, die Frigg oder Frija heisst, den Menschen aber auch als Holda, Freke oder Berchta erscheint. Sie ist die Göttin des Haushalts und der Ehe, beschützt die häusliche Arbeit, verhilft zu Kindersegen, bestraft die Faulen und belohnt die Fleissingen. Sie kommt in dieser Form auch in dem Grimm-Märchen Frau Holle vor, aber auch den Hollen wird diese Eigenschaft zugeschrieben.


Siehe auch


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