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Heimensteinhöhle
Touristische Informationen:
| Ort: |
Auf dem Heimenstein gegenüber der Ruine Reußenstein.
erreichbar über den Wanderparkplatz "Bahnhöfle" an der Straße Schopfloch-Reußenstein
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| Öffnungszeiten: |
keine Einschränkungen
[2007]
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| Eintrittspreise: |
frei
[2007]
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| Typ: |
Karsthöhle, Flußhöhle, Durchgangshöhle
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| Licht: |
keines, Taschenlampe mitbringen
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| Dimension: |
L=80m, A=756m NN, VR=20m.
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| Führungen: |
-
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| Literatur: |
Wilhelm Hauff ():
Der Reußenstein,
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| Adresse: |
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| Stand: | $Date: 2007/08/09 08:02:02 $ |
Geschichte
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| ~1240 | Erwähnung eines Gerboldus Diktus de Haimenstein. |
| 1251 | Erwähnung eines Ulrich von Hamesthain, Gefolgsmann der Herzöge von Teck. |
| 1296 | Erwähnung eines Gerboldus von Heimenstein. |
| 1477 | Erwähnung der Margarete vom Stain von Heimenstein. |
| 1596 | Burg Heimenstein auf der Gadnerschen Karte abgebildet. |
Bemerkungen
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| Bild: Ausblick aus der Heimensteinhöhle auf den Reußenstein.
Stich, Mayer 1836.
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Die Heimensteinhöhle ist benannt nach dem Heimenstein, einem
markanten Felsen gegenüber der Ruine Reußenstein.
Der Fels ist die Lage einer kaum noch erkennbaren Burg.
Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert wurden immer wieder Bewohner dieser Burg
urkundliche erwähnt, die Burg selbst ist in einer Karte des 16.
Jahrhunderts eingezeichnet.
Die Heimensteinhöhle, die sich in diesem Felsen befindet und eine
Durchgangshöhle ist, war wohl in die Verteidigungsanlage integriert.
Die fast völlig zerstörte Burg wird auch als Burgstall
Heimenstein bezeichnet.
Von der Anlage sind heute nur noch Reste des Halsgrabens erkennbar.
Die Heimensteinhöhle ist eine ehemalige Flußhöhle, die sehr
schöne Gangprofile und Erosionsformen besitzt.
Besonders auffällig sind Wasserstandsmarken und Kolke.
Die Höhle wurde durch die Ersoion des Albtraufs angeschnitten und wohl zum
größten Teil zerstört.
Der 80m lange Rest bildet eine Durchgangshöhle.
Von der Bergseite geht es steil hinunter, mit mehreren Biegungen, bis
schließlich der 20m tiefer gelegene zweite Eingang erreicht wird.
Dieser befindet sich in der Felswand Richtung Reußenstein und bietet eine
wunderschöne Aussicht auf die Ruine Reußenstein.
Die Bafhrung erfordert Trittsicherheit, ist aber ansonsten einfach.
Bekannt wurde die Höhle durch einen romantischen Stich von Mayer von 1836.
Dieser zeigt den unteren Eingang mit dem Blick zum Reußenstein.
Auch wenn er durchaus fotorealistisch ist, zeigt er dennoch eine eigentlich gar
nicht existierende Szene.
Die Ruine Reußenstein ist zu nahe und zu groß, und sie ist aus dem
Blickwinkel wie der Höhleneingang von innen dargestellt ist nicht sichtbar.
Zudem ist die Höhle selbst auf eine Weise dargestellt, daß die
auffälligen Erosionformen, die der Zeichner offensichtlich nicht zu
interpretieren wußte, gar nicht erkennbar sind.
Der Stich ist jedoch Ausdruck einer sich entwickelnden romantischen Sicht von
Naturdenkmälern, die auch in den Märchensammlungen von Wilhelm Hauff ihren Ausdruck findet.
Er notiert auch eine lokale Sage, die vom Riesen Heim
erzählt, der einst in der Höhle am Heimenstein wohnte.
Eines Tages wünschte der Riese Heim sich eine schöne Burg, so wie sie
die Menschen besitzen und er bauftragte den Bau einer Burg auf dem
Reußenstein gegenüber seine Höhle.
Als die Burg jedoch fertig war, und er das Werk besichtigte, stellte er fest,
daß am obersten Fenster noch ein Nagel fehlt.
Keiner der Handwerker hatte sich getraut, diesen einzuschlagen.
Siehe auch