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Große Grotte
Touristische Informationen:
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| Bild: Rusenschloß und Große Grotte von Blaubeuren. |
Geschichte
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| 1960 | Beginn der archäologischen Ausgrabungen durch Prof. G. Riek. |
| 1964 | Ende der Ausgrabungen. |
Bemerkungen
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| Bild: Blick nach draußen. |
Die Große Grotte trägt ihren Namen zurecht.
Es handelt sich tatsächlich um eine Grotte, der alten und heute nicht mehr
gebräuchlicher Bedeutung einer Halbhöhle.
Die Höhle ist kürzer als hoch, so daß das Tageslicht sie
vollständig ausleuchtet.
Gleichzeitig ist sie aber sehr großräumig und bietet mit ihrem
großen Portal auch einer großen Menschengruppe einen trockenen
Unterstand.
Zudem ist sie nach Südwesten ausgerichtet, also bei Sonnenschein ein warmer
und trockener Platz.
Was heute durch die Bewaldung weniger auffällt ist die ausgezeichnete
Aussicht auf das Tal mit seinem Wild.
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| Bild: das Ergebnis der Ausgrabungen. |
Zur Zeit der Urzeitmenschen, also während der letzten Eiszeit, war sie ein
ausgezeichneter Zwischenstopp und Jagdplatz.
Allerdings war damals der Eingang wesentlich kleiner, die heutige
Größe ist ein Ergebnis der Frostsprengung.
Die Höhle wurde offenbar über zehntausende von Jahren von
Höhlenbären (Ursus spelaeus) benutzt.
Die Tiere zogen sich zum Gebären, zum Winterschlaf und zum Sterben in die
Höhle zurück.
Die Große Grotte wurde zwischen 1960 und 1964 von Prof. G. Riek archäologisch untersucht.
Die Funde waren beeindruckend, wenn auch nicht so außergewöhnlich wie
in den benachbarten Höhlen des Aachtals.
Die Höhle war zwischen 60.000 und 45.000 Jahre vor heute eine Station
für Neandertaler.
Dies war zu Beginn der letzten großen Eiszeit und die Höhle war
sicherlich immer nur kurze Zeit benutzt worden, da dauerhaftes siedeln in dieser
Gegend aus klimatischen Gründen nicht möglich war.
Es wird davon ausgegangen, daß Jägergruppen im Abstand von etwa 100
bis 1.000 Tagen hier Station gemacht haben.
Es ist vorstellbar, daß sie in der Höhle nicht nur als Unterstand,
sondern auch als Hochstand benutzten und auf Gruppen von wild warteten, die
durch das Tal zogen.
Heute ist die Große Grotte ein beliebter Zwischenstopp bei Wanderern.
Der Weg von Blaubeuren hinauf zum Rusenschloß führt daran vorbei.
Einige Kletterrouten im umliegenden Fels machen sie zu einem beliebten
Einstiegspunkt für Sportkletterer.
Zudem ist sie, wenn auch nur teilweise, am Fuß der Felswand von weitem
sichtbar.
Mit dem direkt darüber erbauten Rusenschloß bildet sie ein
malerisches Ensmble, das schon seit Jahrhunderten im Bild festgehalten wurde.
Auch heute noch ist dies eines der Wahrzeichen Blaubeurens.
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| Große Grotte Gallerie |
Siehe auch