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Felsenkirche Idar-Oberstein


Touristische Informationen:

Ort: In Idar-Oberstein, Ortsteil Oberstein. Oberhalb des Marktplatz, Zugang nur zu Fuß.
Öffnungszeiten: 15-MÄR bis OKT täglich 10-18, letzter Einlaß 17:45.
NOV bis 14-MÄR täglich 11-16, letzter Einlaß 15:45.
Geschlossen während Gottesdiensten und Trauungen.
[2011]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 2, Kinder (6-16) EUR 0,50, Kinder (0-5) frei, Ermäßigt EUR 1,50.
Gruppen (10+): Erwachsene EUR 1,50, Schüler EUR 0,50.
[2011]
Typ:  Höhlenkirche
Licht: elektrisch
Dimension:  
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse: Evangelische Kirchengemeinde Oberstein, Felsenkirche, 55743 Idar Oberstein, Tel:+49-6781-22840.
Ev. Gemeindeamt Oberstein, Wasenstr. 21, 55743 Idar Oberstein, Tel:+49-6781-22270.
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.
Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:44 $

Geschichte

 
~1400Entstehung des Altarbildes.
1482Baubeginn.
1484Fertigstellung.
1980-1981Eingangstunnel erstellt.
1984Sanierungsmaßnahmen und Felssicherungsmaßnahmen.
2000Renovierung der Felsenkirche.

Bemerkungen

Die Felsenkirche, an prominenter Position oberhalb des Marktplatzes inmitten einer überhängenden Felswand gelegen, ist das Wahrzeichen Idar-Obersteins. Der Hang unterhalb der Kirche ist weit hinauf bebaut, diverse Fußgängerwege führen an diesen Häusern vorbei zur Kirche hinaus. Eine Besonderheit ist, dass die Häuser nicht mit einem Fahrzeug erreichbar sind. Da Idar-Oberstein das Zentrum des Edelstein-, Schmuck- und Mineralienhandels in Deutschland ist, ist fast in jedem der Häuser ein Mineralienladen, Juwelier oder eine Schauschleiferei untergebracht. Dies macht den Aufstieg etwas kurzweiliger, doch nicht weniger anstrengend und zudem vielleicht sogar recht teuer, wenn man der Versuchung erliegt un einkauft.

Die Höhle der Höhlenkirche ist eine geräumige Aushöhlung in der Felswand. Das Gestein ist nicht verkarstungsfähig, so dass es sich um keine Karsthöhle handelt. Sie entstand wohl in der Umgebung einer kleinen Quelle in der Felswand, das Wasser führte zur verstärkten Verwitterung um die Quelle herum. Insbesondere im Winter sorgte die Feuchtigkeit aus der Quelle durch Frostbruch zur Vergrößerung der Höhle. Die Höhle wurde so in die Höhle eingebaut, das die Felswand der Höhle hinter dem Altar die Kirchenwand bildet. An den anderen drei Seiten wurden normale Wände errichtet und die Kirche ist auch mit einem normalen Dach versehen. Das Dach hat sicher auch die Funktion das Tropfwasser von der Höhlendecke abzuhalten. Die Kirche füllt die Höhle aus ohne wesentlich herauszuragen, die talseitige Wand schließt mit der überhängenden Felswand darüber ab. Die Kirche wurde von 1482 bis 1484 von Wyrich IV. von Daun-Oberstein errichtet.

Eine Sage berichtet warum die Kirche an dieser ungewöhnlichen Stelle errichtet wurde, wenn auch der Aspekt der Quelle aus geologischer Sicht unwahrscheinlich ist. Zudem gibt es sehr unterschiedliche Versionen der Sage, von denen wir nur ein vorstellen wollen.

In der Burg Bosselstein oberhalb der Felswand lebten zwei Brüder, Wyrich und Emich. Beide verliebten sich in die gleiche Frau, Bertha von Lichtenberg. Während Wyrich in einer Schlacht war, verlobte sich Emich kurzerhand mit Bertha. Als Wyrich zurück kam wurde er darüber so wütend, dass er Emich im Zorn aus einem Fenster der Burg warf. Emich stürzte auf einem Absatz der Felswand zu Tode.

Nun wurde Wyrich von Schuldgefühlen geplagt und beichtete seine Tat einem Abt. Dieser gab ihm zur Sühne auf, an der Stelle, an der sein Bruder starb eine Kirche zu errichten. Daran arbeitete Wymich viele Jahre. Nach der Fertigstellung bat er um ein Zeichen, dass Gott ihm seine Tat verziehen habe, worauf aus dem Fels eine Quelle entsprang, die noch heute ein Teil der Kirche ist. Bertha jedoch, in die sich beide Brüder verliebt hatten, soll ins Kloster eingetreten sein.


Alte Legende.

Auch wenn sie so nicht stimmen kann, ist die Sage doch recht schön. Die Quelle befindet sich an der Rückwand der Kiche und ist schön gefaßt. Die Schüttung ist allerdings eher gering. Sie wird, wie üblich, von den Besuchern als Kleingeldgrab mißbraucht.

Die Kirche besitzt einige außergewöhnliche Kunstwerke. Die größte Kostbarkeit ist der mittelalterliche Flügelaltar der um 1400 entstand. Das Sebastiansbild stellt die Familie des Grafen Sebastian von Daun-Oberstein-Falkenstein dar und entstand um 1570.

Die Kirche wurde urspünglich über einen kleinen Vorplatz betreten. Durch die ständige Steinschlaggefahr ist dieser Weg zu gefährlich und heute gesperrt. Statt dessen wurde ein Tunnel erbaut, der dirkt in den Kirchenraum führt. Eine Treppe führt hinter der Kirche durch einen kleinen ungenutzten Teil der ursprünlichen Höhle hinauf zu eine kleinen Aussichtsplattform, die eine schöne Aussicht auf Oberstein bietet.


Siehe auch


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