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Falkensteiner Höhle
Elsachbröller
Touristische Informationen:
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| Bild: Das beeindruckende Höhlenportal. |
| Ort: |
B28 von Ulm über Blaubeuren nach Metzingen, in Bad Urach Abzweig nach Grabenstetten,
nach 3km Parkplatz rechts der Straße, 15 min Wanderung.
(73,Kc57)
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| Öffnungszeiten: |
Im Sommer an Sonntagen, Informationsdienst durch Mitglieder
der ArGe Höhle und Karst Grabenstetten.
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| Eintrittspreise: |
n/a.
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| Typ: |
Kalkhöhle, Aktive Wasserhöhle, Ganghöhle, Malm
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| Licht: |
nein
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| Dimension: |
L=3,853m,
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| Führungen: |
L=50m, 400m mit guter Ausrüstung befahrbar.
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| Literatur: |
Helmut Frank (1973):
Falkensteiner Höhle,
Laichinger Höhlenfreund 16/17.
K.-H. Zimmermann (1978):
Die Falkensteiner Höhle,
Besucherinformation, ArGe Höhle und Karst Grabenstetten, 2. Aufl
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| Adresse: |
Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten e.V.,
Christoph Gruner (1. Vorsitzender), Uracher Straße 30, 72582 Grabenstetten.
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| Stand: | $Date: 2007/08/09 08:02:01 $ |
Geschichte
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| Bild: Das Eingansportal. |
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| 1770-1830 | Goldgräber suchen vergeblich nach Gold. |
| 1871 | Erste Untersuchungen und Vermessung durch Kolb bis zum 1. Siphon. |
| 1953 | ArGe Höhlenforschung Reutlingen erforscht die Höhle bis zum Fuchsloch bei 1,200m. |
| 1959 | Erforschung bis zum Eisele-Versturz bei 2,700m. |
| 1964 | Ein Hochwasser schließt 4 Studenten für 66 Stunden ein. |
| 1974 | Vermessung und Höhlenplan durch den HHVL. |
| 1975 | im internationalen Jahr des Höhlenschutzes, Start des Höhlendienst durch die Arge Grabenstetten. |
| 1978 | Vordringen bis 3,300m. |
| 1979 | weitere 500m durch Jochen Hasenmmeyer. |
| 1980 | Jochen Hasenmayer bis 5,000m zum 26. Siphon. |
Bemerkungen
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| Bild: von aussen. |
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| Bild: von innen. |
Die Falkensteiner Höhle ist sicherlich die bekannteste der unausgebauten
Höhle der Schwäbischen Alb.
Dies liegt einerseits am großartigen und zugleich romantischen
Eingangsportal, andererseits aber am besonderen Nervenkitzel einer
aktiven Wasserhöhle.
Daß damit allerdings nicht zu spaßen ist, stellten 1964 vier
Studenten recht eindrucksvoll fest.
Als sie sich in der Höhle befanden, stieg der Wasserspiegel in der
Höhle durch ein Unwetter innerhalb weniger Stunden so stark, daß
der Rückweg abgeschnitten war.
Deshalb sei hier noch einmal ganz ausdrücklich gewarnt:
Eine Befahrung der Falkensteiner Höhle ist gefährlich!
Schon die Strecke bis zum ersten Siphon hat ihre Tücken, aber eine
Befahrung über den ersten Siphon hinaus sollte nur gut ausgerüstet
unter Führung eines erfahrenen Höhlenforschers durchgeführt
werden.
Im Falle einer Befahrung sollten unbedingt die ArGe Höhle und Karst
Grabenstetten, das Bürgermeisteramt Grabenstetten oder der Höhlen- und
Heimatverein Laichingen benachrichtigt werden!
Auch der Höhlenunkundige kann die ersten 400m der Falki
bis zum ersten Sipon befahren, wenn er einige wichtige Regeln beachtet und
ausreichend ausgerüstet ist.
Dazu gehören Gummistiefel, Helm, mehrere Lichtquellen, Neopren und eine
sehr genaue Beobachtung des Wetters.
Allerdings ist diese Befahrung aufgrund des kalten Wassers, das einem bis zur
Brust reicht, nicht besonders angenehm.
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| Bild: im Eingangsbereich. |
Seit dem internationalen Jahr des Höhlenschutzes 1975 macht die
Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten
von Mai bis September am Wochenende Höhlendienst an der Falkensteiner
Höhle.
Die Besucher werden ausführlich über alle Aspekte der Höhle,
lokale Geologie und Befahrung, informiert.
Die Höhlenforscher weisen Besucher auf Mängel in der Ausrüstung
hin und geben Tips für eine sichere Befahrung.
Führungen sind allerdings aufgrund der Gefährlichkeit der Höhle
und den damit verbundenen juristischen und versicherungstechnischen Problemen
nicht möglich.
Weitere Infos gibt es direkt von der
Arge Höhle und Karst Grabenstetten.
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| Bild: im Eingangsbereich. |
Doch der Grund, warum die Falkensteiner Höhle hier erwähnt wird ist nicht die Befahrung der Wasserstrecken.
Die Höhle besitzt ein beeindruckendes Portal und einen Höhlenbach der es verläßt.
Die ersten 50m sind trockenen Fußes befahrbar und weitgehend gefahrlos, zeigen
einem aber dennoch eindrucksvoll den Charakter der Höhle.
Die Umgebung ist landschaftlich reizvoll und die Höhle bietet sich als Zwischenstop
oder Ausgangspunkt einer Wanderung an.
Gerade mit Kindern ist sie immer ein lohnendes Ziel.
Die Falkensteiner Höhle hat auch Eingang in die Literatur gefunden.
Sie wird im
Rulaman
von Christian David Friedrich Weinland (1876) als
Huhka oder Uhuhöhle beschrieben.
Der Name wurde von den Uhus abgeleitet, die im Fels über dem Höhleneingang
nisten.
Gegenüber der Falkensteiner Höhle befindet sich der
Elsachbröller.
Bei hohen Niederschlägen und bei Schneeschmelze schüttet er eine
große Menge Wasser.
Das dabei entstehende brüllende Geräusch ist wohl für den Namen
verantwortlich.
Es wird angenommen, daß der Elsachbröller die Fortsetzung der
Falkensteiner Höhle ist.
Durch das einschneiden des Tales wurde die Höhle in zwei Teilsysteme gespalten.
Eventuell folgt der Talverlauf zwischen den beiden Höhlen sogar
dem ehemaligen Höhlenverlauf.
Der Elsachbröller ist nur für erfahrene Höhlenforscher befahrbar.
Die Befahrung ist lebensgefährlich.
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| Falkensteiner Höhle Gallerie |
Siehe auch