Deutschland - Allgemeines

Da Deutschland eine westliche Industrienation mit einem sehr hohen Lebensstandard ist, sind alle unterirdischen Sehenswürdigkeiten sehr gut ausgebaut und sicher. Verschiedene Einrichtungen, wie der TÜV (Technischer Überwachungsverein) und das Bergamt prüfen die technischen Anlagen regelmäßig und gewährleisten so die Sicherheit der Besucher. Fast alle Höhlen und Bergwerke sind so ausgebaut, dass sie leicht zu begehen sind und keine besonderen sportlichen Anforderungen stellen. Die letzte Schauhöhle die noch mit Karbidlampen geführt wurde ist inzwischen auch auf eine elektrische Beleuchtung umgestellt, leider möchte man fast sagen. Bergwerke statten die Besucher fast immer mit Helmen und Jacken aus.

Die Deutschen reisen sehr gerne und die meisten sprechen zumidest Englisch als Fremdsprache. Allerdings sind die meisten Sehenswürdigkeiten in Deutschland schlecht auf ausländische Besucher vorbereitet. Sie werden vorwiegend von Tagesausflüglern oder von Gruppen wie Schulausflügen und Betriebsausflügen besucht. Amerikanische und Japanische Toruisten kommen gerne nach Deutschland, besuchen aber nur wenige Punkte, wie das Oktoberfest, Schloß Neuschwanstein, das Heidelberger Faß und den Christkindlesmarkt in Nürnberg. An anderen Orten sind sie sehr selten anzutreffen, und als Ergebnis bieten die wenigsten Sehenswürdigkeiten Führungen in fremden Sprachen an. Die wenigen, die so etwas anbieten tun das meist nur nach Voranmeldung. Manchmal gibt es wenigstens ein Merkblatt in verschiedenen Fremdsprachen.

Die meisten deutschen Schaubergwerke und Schauhöhlen werden von Vereinen betrieben, die Arbeit wird von Ehrenamtlichen erledigt. Das reduziert die Kosten und ist der Grund warum die Eintrittspreise in deutschen Höhlen weit unter dem westeuropäschien Mittel liegen. Doch die Qualität der Führung ist stark vom persönlichen Interesse des ehrenmtlichen Führers an der Materie abhängig. Die meisten Höhen und Bergwerke verkaufen ein Büchlein über ihre Besonderheiten, die Geschichte und Geologie, meist auf einem hohen, fast wissenschaftlichen Niveau. Meist sind diese jedoch nur in Deutsch erhältlich. Fotografieren ist bei von Vereinen betriebenen Sehenswürdigkeiten in der Regel erlaubt, private verbieten es jedoch normalerweise.

Fast alle Schaubergwerke und Schauhöhlen in Deutschland sind im Winter geschlossen. Das wird meist damit erklärt, dass es zum Schutz der Fledermäuse dient, daneben fehlen aber im Winter auch die Besucher. Die Höhlen in der DDR waren ganzjährig geöffnet weil die Führer vom Staat angestellt waren und ganzjährig zur Verfügung standen. Nach der Wende stellte sich jedoch heraus, dass die privatisierten Unternehmen nicht in der Lage waren diese Personalkosten zu erwirtschaften. Sie sind inzwischen im Winter auch geschlossen.

Die meisten Höhlen und Bergwerke sind für Gruppen außerhalb der regulären Öffnungszeiten nach Vereinbarung offen. Wir haben darauf verzichtet, das jedes mal extra anzugeben. Wenn Sie also einen Höhlenbesuch außerhalb der Öffnungszeiten planen, lohnt es sich immer anzurufen.


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